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3. Januar 2011, 15:10
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Umfrage: Deutsche sehen kein Ende der Finanzkrise

Die Bundesbürger lassen seit der Finanzkrise in Geldangelegenheiten mehr Vorsicht walten – und das wird sich offenbar auch nicht so schnell ändern. Wer seine Finanzen auf den Prüfstand stellt und worauf bei der Anlage Wert gelegt wird, zeigt eine aktuelle Umfrage.

Geldscheine-M Nzen-Verg Tung-127x150 in Umfrage: Deutsche sehen kein Ende der FinanzkriseSo geben fast 30 Prozent der vom Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Versicherers Allianz befragten 1.003 Bundesbürger an, dass sich seit Beginn der Krise ihr Umgang mit Geldanlagen verändert habe.

Der Umfrage zufolge stellen vor allem Selbständige und Personen mit einem hohen Einkommen ihr Anlageverhalten auf den Prüfstand. Die Betroffenen legen demnach mehr Wert auf Sicherheit (76 Prozent) und auf genauere Informationen vor Vertragsabschlüssen (71 Prozent).

Nach Ansicht der Befragten ist die Finanzkrise nämlich noch nicht überstanden. Im Gegenteil: Jeder Zweite fürchtet, dass sich die Krise weiter verschlimmern wird.

„Sicherheit ist bei der Geldanlage für die Deutschen seit jeher oberstes Gebot. Doch die Finanzkrise hat diesen Wunsch noch weiter verstärkt,“ sagt Andree Moschner, Vertriebsvorstand der Allianz Deutschland.

Vorsatz für 2011: Keine Schulden machen

Im Hinblick auf ihre eigene finanzielle Situation zeigten sich 72 Prozent der Deutschen zufrieden oder sehr zufrieden. Die wichtigsten Vorsätze für das neue Jahr sind keine Schulden zu machen (72 Prozent) und ihren Lebensstandard nicht einzuschränken (57 Prozent).

Die Erwartungen für 2011 fallen hingegen gemischt aus, so die Umfrage. Zwar ist eine deutliche Mehrheit optimistisch, im neuen Jahr mindestens genauso viel Geld zur Verfügung zu haben, immerhin jeder Dritte rechnet jedoch damit, 2011 weniger im Portemonnaie zu haben. In den neuen Bundesländern befürchten dies sogar 40 Prozent.

Für Steuersenkungen gibt es bei den Bundesbürgern dennoch derzeit wenig Zustimmung. Nur jeder Dritte hält eine Senkung der Steuern für richtig. Dagegen sind 63 Prozent der Befragten der Meinung, Steuersenkungen seien zum jetzigen Zeitpunkt nicht vertretbar.

Handlungsbedarf sehen die Deutschen eher bei anderen Themen. Als wichtigste Aufgabe der Politik im Jahr 2011 sehen 63 Prozent die Verbesserung des Bildungssystems. An zweiter Stelle wird die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit genannt (47 Prozent). (ks)

Foto: Shutterstock

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3 Kommentare

  1. […] in Geldangelegenheiten mehr Vorsicht walten – und das wird sich offenbar auch nicht so […] Cash.Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen Share and […]

    Pingback von Umfrage: Deutsche sehen kein Ende der Finanzkrise | Mein besster Geldtipp — 4. Januar 2011 @ 03:04

  2. Sehr irreführend die Schlagzeile. DIE Deutschen haben die Finanzkrise im Jahr 2010 nicht gespürt, sondern den Aufschwung. Die Arbeitslosigkeit ist wieder auf dem Stand vor der Krise, also auf Boom-Niveau. Die Masse konsumiert, das Weihnachtsgeschäft lief bestens. Die mittelständische Wirtschaft und die Großunternehmen hatten keine Kreditklemme, weil sie Investitionen aus dem Cash flow bezahlen konnten. Was soll also das Gerede von der Finanzkrise? Ich kanns nicht mehr hören.

    Kommentar von Jürgen Braatz — 3. Januar 2011 @ 16:36

  3. Sicherheit?
    Es geht langfristig nichts über Aktien, insbesondere gute Dividendenpapiere.

    So eine Finanzkrise ist dafür da, um billig an gute Aktien ranzukommen.

    Da muss man agressiv kaufen und nicht vor Angst in die Hose machen!

    Mr. O.

    Kommentar von Onassis — 3. Januar 2011 @ 16:34

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