22. März 2012, 10:30
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Ehrbarer Kaufmann: „Kontrolle und Bestätigung durch die Öffentlichkeit“

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) hat im November die Ethik-Initiative „Ehrbarer Kaufmann“ gestartet. Cash. im Gespräch mit BVK-Präsident Michael H. Heinz.

Michael H. Heinz

Cash.: Sie haben den „Ehrbaren Kaufmann“ ins Leben gerufen. Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Projekt?

Heinz: Mit diesem Projekt wollen wir auf die Berufsethik, Kompetenzen und Qualifizierung der Versicherungskaufleute aufmerksam machen. Vermittler tragen Verantwortung für das hohe Absicherungsniveau ihrer Kunden. Deshalb beinhaltet der Kodex des Projekts zehn Tugenden. Sie reichen von der Übernahme einer sozialpolitischen Verantwortung gegenüber Kunden über den Einsatz für Gerechtigkeit, Solidarität und Wohlstand bis hin zu der Aufgabe, Abschlüsse nachhaltig und tragfähig zu gestalten. Auch die Verpflichtung zur kontinuierlichen Weiterqualifizierung und Vertrauensbildung gegenüber Geschäftspartnern ist im Kodex formuliert.

Cash.: Seit Ende Januar ist die Website www.ehrbarerkaufmann.de online. Wie ist bisher das Echo der Vermittler?

Heinz: Das Angebot wurde sehr gut angenommen: Zwei Wochen nach dem Start des Internetportals haben sich bereits über 2.200 Versicherungsvermittler eingetragen. Damit dokumentieren sie, dass sie sich zu den zehn Tugenden des Projekts bekennen.

Seite zwei: BVK plant Zertifizierung des Projekts durch unabhängige Institution


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4 Kommentare

  1. Ich bin seit über 5 Jahrzehnten mit immer noch großer Leidenschaft Versicherungskaufmann und habe mich bisher als ehrbarer Kaufmann gefühlt und auch danach gehandelt. Muss ich mich jetzt schämen, kein ehrbarer Kaufmann zu sein, nur weil ich dies in der Öffentlichkeit nicht bestätige? Ich halte diese Aktion für den größten Blödsinn in meinem langen Berufsleben.

    Kommentar von Jürgen Kuhn — 16. April 2012 @ 10:21

  2. Grundsätzlich eine hervorragende Idee. Allerdings heißt bekennen nicht gleich praktizieren. Und ein schriftliches “Bekenntnis” allein macht den Vermittler nicht kompetenter als er vorher war. Liebe Grüße, Nils Fischer

    Kommentar von Nils Fischer — 27. März 2012 @ 12:46

  3. Das Problem ist und bleibt, daß man Dienstleistungen nicht probefahren kann: Der Kunde weiß nicht, ob sein Berater Kompetent etc. ist – oft kann der Kunde die erhaltene Beratungsleistung nicht bewerten. Mit welchen Lösungen könnte man gegen dieses Dilemma ankämpfen? Dieses Projekt ist nun ein erster Versuch – grundsätzlich positiv.

    Kommentar von Dr. Ursula Renner — 23. März 2012 @ 13:19

  4. Ist vielleicht interessant

    Kommentar von Christian Schoof — 23. März 2012 @ 12:35

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