Deutsche Wirtschaft sendet positive Signale

Die deutsche Wirtschaft weist nach Einschätzung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie verbesserte Konjunkturaussichten für das erste Quartal 2012 auf. Dies ist in erster Linie einem kräftigen Anstieg in der Industrie- und Bauproduktion zuzuschreiben.

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Die deutsche Wirtschaft nimmt nach der winterlichen Wachstumsdelle im ersten Quartal 2012 wieder an Fahrt auf. Sowohl die deutsche Industrieproduktion als auch das Bauhauptgewerbe haben dieses Quartal deutliche Anstiege zu vermelden.

Wachstumstreiber Industrieproduktion, Baugewerbe und Arbeitsmarkt

Die deutsche Industrie meldet im März einen Anstieg der Erzeugung um 1,5 Prozent. Zudem wurden die Februar-Zahlen nach oben korrigiert. Damit liegt die Industrieproduktion im ersten Quartal über dem Stand des Vorquartals.

Die Chancen einer weiteren Steigerung der Bestelltätigkeit stehen aufgrund des positiven Trends bei den Stimmungsindikatoren und einer kräftigen Verbesserung der Bestelltätigkeit im März gut.

Auftragszuwächse konnten sowohl bei Inlandsbestellungen als auch bei Ländern im außereuropäischen Raum verbucht werden. Innerhalb des Euroraums hingegen stagnierten die Auftragseingänge.

Im Baugewerbe stieg die Erzeugung im März sehr stark um 30,7 Prozent. Dadurch wurde der witterungsbedingte Einbruch von Februar mehr als ausgeglichen.

Auch wenn die Bauproduktion im ersten Quartal noch nicht wieder das Niveau des Vorquartals erreichen konnte, gestalten sich die Perspektiven günstig.

Der deutsche Arbeitsmarkt hat die konjunkturelle Schwächephase des Winterhalbjahres gut überstanden und zeigt sich weiter in robuster Verfassung. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau.

Der zentrale Impuls am Arbeitsmarkt bleibt der kräftige Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Damit ist die gute Verfassung des deutschen Arbeitsmarkts die wichtigste Stütze für die Binnenkonjunktur.

Sorgenkinder Inflation und Eurokrise

Die spürbare Inflation belastet derzeit allerdings die Binnenkonjunktur, auch wenn die Preissteigerungsrate im Vergleich zum Vorjahr im April auf 2,0 Prozent gesunken ist. Die Inflation hat darüber hinaus einen negativen Effekt auf die Verbraucherstimmung, die sich zuletzt leicht eingetrübt hat. Zudem belastet sie die Umsätze im Einzelhandel, die weiter abwärts tendieren.

Ein weiteres Sorgenkind bleibt die wirtschaftliche Lage innerhalb der Eurozone. Vor dem Hintergrund der andauernden Staatsschulden- und Finanzkrise und einer rückläufigen Wirtschaftsentwicklung in einigen Eurostaaten sind die Unsicherheiten und Risiken nach wie vor beträchtlich. (nl)

Foto: Shutterstock

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