Anzeige
Anzeige
4. Dezember 2014, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ungleichheit von Einkommen nimmt zu

Die Einkommensunterschiede zwischen Geringverdienern und den Beziehern von Spitzenlöhnen werden immer größer, so eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach hat sich die Ungleichheit zwischen den Geburtsjahrgängen 1935 und 1972 in etwa verdoppelt.

Einkommensunterschiede: Schere wird größer

Ein Vergleich der Lebenseinkommen des DIW hat ergeben, dass der Unterschied zwischen der obersten und der untersten Einkommensgruppe bei Arbeitnehmern des Jahrgangs 1972 doppelt so groß sei wie bei den 1935 Geborenen.

Laut der Studie des DIW in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Berlin (FU Berlin) haben höhere Arbeitslosigkeit im unteren Einkommensbereich und eine wachsende Lohnspreizung dazu geführt, dass die Lebenseinkommen von Arbeitnehmern in Westdeutschland seit Jahrzehnten immer ungleicher werden. Das Lebenseinkommen entspricht der Gesamtheit aller über das Erwerbsleben erzielten Löhne und Gehälter.

Ungleichheit erschwert Vermögensbildung

Im unteren Lohnbereich ist das Lebenseinkommen laut DIW-Studie über die letzten Jahrzehnte real gesunken. Im mittleren Bereich sei es in etwa stabil geblieben, während es im oberen Lohnbereich eher zugenommen habe. Insgesamt habe sich die Ungleichheit der Lebenseinkommen zwischen den Geburtsjahrgängen 1935 und 1972 in etwa verdoppelt.

“Es wird vor allem für die Arbeitnehmer in den mittleren und unteren Lohnbereichen zunehmend schwerer, eigenes Vermögen aufzubauen“, so Holger Lüthen, DIW-Mitarbeiter und einer der Autoren der Studie, über die Folgen der wachsenden Ungleichheit. “Gerade die Bezieher niedriger Einkommen können so auch weniger Vermögen als Erbschaft an die nächste Generation weitergeben.”

Bis zu 40 Prozent der Verdoppelung lasse sich durch die erhöhte Arbeitslosigkeit erklären. Insbesondere für Bezieher niedriger Einkommen steige das Risiko beschäftigungsloser Zeit deutlich an. Während Vertreter des Jahrgangs 1935 bis zum 40. Lebensjahr im Durchschnitt etwa fünf Monate arbeitslos waren, waren es im Jahrgang 1972 bereits 40 Monate. Die restlichen 60 Prozent des Anstiegs der Ungleichheit führen die Wissenschaftler auf die seit Jahrzehnten steigende Lohnspreizung zurück. (jb)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

GDV-Statistik: Mehr Einbrüche im Winter

Die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche nimmt von Oktober bis März im Schnitt um 40 Prozent zu. Das zeigen die Statistiken des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Immobilien

Mit diesen Kosten müssen Wohnungseigentümer planen

Eigentümer einer Wohnung müssen keine Miete mehr zahlen, doch sollten sie neben den Kreditraten auch die Kosten für Instandhaltung und das Hausgeld einplanen. Baufi24 hat zusammengefasst, welche Kosten anfallen und was Wohnungsbesitzer beachten sollten.

mehr ...

Investmentfonds

“Kreditanalyse ist wichtiger denn je”

Seit der Finanzkrise ist fast ein Jahrzehnt vergangen, doch die Effekte an den Kreditmärkten sind weiterhin spürbar. Ein Gastbeitrag von Tatjana Greil-Castro von Muzinich & Co.

mehr ...

Berater

“Family Offices haben die Finanzkrise besser überstanden”

Das Bayerische Finanz Zentrum (BFZ) hat seit 2008 in insgesamt fünf Studien den Family-Office-Markt im deutschsprachigen Raum untersucht. BFZ-Präsident Professor Dr. Wolfgang Gerke hat mit Cash. über die Ergebnisse der Studienreihe und die letzte Erhebung gesprochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity verkauft weiteres Objekt aus dem Fonds Nr. 6

Die Publity AG aus Leipzig hat für den geschlossenen Publikums-AIF „Publity Performance Fonds Nr. 6“  einen 3.000 Quadratmeter großen Bürokomplex in Unterschleißheim (Landkreis München) veräußert.

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...