Bayern LB: Mehr Gewinn in den ersten sechs Monaten 2015

Die BayernLB hat ihren Gewinn im ersten Halbjahr auf 310 Millionen Euro verdoppelt.

Zentrale der Bayern LB in München

 

Landesbank-Chef Johannes-Jörg Riegler sagte am Donnerstag in München: „Wir kommen bei der Neuausrichtung der Bank sichtbar voran.“ Im vergangenen Jahr hatten Abschreibungen auf Forderungen an die österreichische Hypo Alpe Adria und die Trennung von der ungarischen Tochterbank MKB die BayernLB tief in die roten Zahlen gedrückt.

Nach Beseitigung der Altlasten und dank eines gut laufenden Kundengeschäfts erwartet die Landesbank für dieses Jahr ein Ergebnis vor Steuern „im mittleren dreistelligen Millionenbereich“. Das Kerngeschäft mit Firmen- und Immobilienkrediten in Deutschland lief dank der guten Konjunktur weiterhin rund. Die Tochter DKB sorgte mit neuen Kunden und höherem Zinsüberschuss für kräftig Rückenwind, und das Finanzmarktgeschäft warf dank Kursgewinnen bei Wertpapieren mehr ab.

Auf der anderen Seite kosteten die neue EU-Bankenabgabe und die Einlagensicherung der Sparkassengruppe 147 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern sank um 94 Millionen auf 433 Millionen Euro. Ohne die Altlast MKB blieb unter dem Strich aber doppelt so viel Gewinn übrig. Haupteigentümer der Bayern LB ist der Freistaat, ein Viertel gehört den bayerischen Sparkassen.

Bis Ende Oktober soll das Abenteuer Hypo Alpe Adria, das die BayernLB fast in den Abgrund gerissen hätte, mit einem Vergleich beendet werden. Die Landesbank soll etwa die Hälfte der offenen Forderungen von 2,4 Milliarden Euro erhalten.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Bayern LB

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