15. Juli 2015, 08:41
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Ein Brexit hätte deutliche ökonomische Folgen”

Wie würden die Folgen für das Land selbst aussehen?

Für Großbritannien wäre der Austritt viel schwerwiegender als für die verbleibenden EU-Länder. Mehr als die Hälfte der britischen Exporte gehen in die EU. Würde dieser Handel behindert, hätte dies gravierende Folgen für die Produktion und Beschäftigung. Darüber hinaus hat schon die Erwartung, dass dies passieren könnte, die Folge, dass internationale Investoren nicht mehr nach Großbritannien, sondern in die EU-Länder gehen werden. Dies betrifft die Industrieproduktion aber auch die damit verbundenen Dienstleistungen, zu denen auch der Finanzsektor gehört. Von diesen Verlagerungen könnten andere Finanzplätze wie Frankfurt profitieren.

Sollte Großbritannien Ihrer Meinung nach unbedingt in der EU bleiben?

Das Ausscheiden von Großbritannien hätte insbesondere für die Briten selbst erhebliche negative Konsequenzen. Darüber hinaus hätte es aber auch erhebliche Signalwirkungen was den europäischen Integrationsprozess betrifft. Die politische Bedeutung Europas würde damit nachhaltig geschädigt. Insofern ist der Verbleib Großbritanniens in der EU sehr wichtig und unbedingt anzustreben. Dies gilt aber nur, solange man sich mit Großbritannien auf einheitliche Regeln einigen kann. Eine Union ohne einheitliche Regeln ist letztlich keine Union und insofern dann auch nicht erhaltenswert.

Interview: Kim Brodtmann

Foto: Economic Trends Research

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Deutlicher Rückgang der Fallzahlen beim Kfz-Diebstahl

Das Bundeslagebild “Kfz-Kriminalität 2018” zeigt einen deutlichen Rückgang der Zahl dauerhaft gestohlener Kraftfahrzeuge (Kfz) in Deutschland. Insgesamt 16.613 Personenkraftwagen (Pkw) wurden im Berichtsjahr 2018 entwendet. Wie sich der Trend entwickelt.

mehr ...

Immobilien

Abwarten und Geld parken

Wirtschaftspolitische Spannungen wie der Handelskonflikt zwischen China und den USA, ein immer wahrscheinlicher werdender No-Deal-Brexit und Rezessionsängste schüren bei Anlegern Unsicherheit. Was tun mit dem Geld? Ein Kommentar von Volker Wohlfarth, Geschäftsführer bei der Crowdinvestment-Plattform zinsbaustein.de.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

“Dann ist es vorbei”: Finnland setzt Johnson Frist beim Brexit

Der derzeitige EU-Ratsvorsitzende Antti Rinne hat dem britischen Premierminister Boris Johnson eine Frist bis zum Monatsende gesetzt, um Änderungswünsche am Brexit-Abkommen einzureichen.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

Sicherheit auf der Baustelle: Das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ reicht nicht aus

Wer baut, haftet für mögliche Personen- oder Sachschäden auf der Baustelle. Bauherren und Grundstückseigentümer tragen eine Mitverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Absicherung der Baustelle. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbunds.

mehr ...