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1. Dezember 2015, 08:30
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Chinas Währung auf dem Weg in die erste Liga

China nähert sich in unzähligen kleinen Schritten dem Westen. Die Aufnahme des Yuan als Weltreservewährung ist ein weiterer.

Renminbi-750 in Chinas Währung auf dem Weg in die erste Liga

China will den Renminbi zur weiteren Reservewährung machen

Der Internationale Währungsfonds will den chinesischen Yuan als fünfte Währung in den Welt-Währungskorb aufnehmen. Der Yuan – auch als Renminbi bekannt – würde dann in einer Liga spielen mit dem US-Dollar, dem britischen Pfund, dem Euro und dem japanischen Yen. Die Aufnahme hat zunächst nur Symbolwirkung. Der Handel muss in den folgenden Jahren zeigen, ob der Schritt auch tatsächlich unterlegt ist. Die wichtigsten Fragen zur Aufnahme in den Währungskorb des Internationalen Währungsfonds und ihre Antworten.

Was die Aufnahme des Yuan konkret bedeutet

Sollte sich der Exekutivrat des Internationalen Währungsfonds (IWF) erwartungsgemäß für die Aufnahme entscheiden, wäre der Yuan die fünfte Weltreservewährung. Die Währungen des IWF-Währungskorbes bilden zusammen – entsprechend einer bestimmten Gewichtung – eine Art Kunstwährung, die sogenannten Sonderziehungsrechte (SZR). Diese wird an keiner Börse gehandelt, dient dem Währungsfonds aber als Berechnungsgrundlage, etwa für internationale Finanzhilfen. Bei der Gewichtung geht die Aufnahme des Yuan zulasten der anderen vier Währungen, vermutlich vor allem auf Kosten des japanischen Yen.

Wird es ruckartige Veränderungen an den internationalen Finanzmärkten geben?

Nein. Es gibt Experten, die in dem Schritt des Internationalen Währungsfonds eine Zeitenwende und damit das Ende der Dominanz des US-Dollars sehen. Sollte dies tatsächlich eintreten, wird es zumindest nicht schnell gehen. Die Aufnahme des Yuan soll am (heutigen) Montag zwar verkündet werden, wird aber wohl erst zum Herbst 2016 in Kraft treten. Die Märkte haben lange Zeit, sich darauf einzustellen. Schon jetzt buhlen internationale Finanzmärkte darum, Handelszentrum für den Yuan zu werden, etwa London und Frankfurt. In der Londoner City gehören Chinesisch-Kurse schon seit geraumer Zeit zu den am meisten nachgefragten Fremdsprachen-Unterrichtsformen.

Seite zwei: Wie China den Yuan zur Weltwährung machen will

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