Deutsche Banken wehren sich gegen EU-Pläne zu Einlagensicherung

Deutschlands Banken wehren sich unvermindert gegen Brüsseler Pläne zu einer gemeinsamen Einlagensicherung in Europa.

Deutsche Banken wehren sich gegen EU-Pläne zu Einlagensicherung.

„Den Grundsatz, dass Solidität vor Solidarität geht, muss die Kommission noch lernen“, kritisierte DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch bei der „Euro Finance Week“ in Frankfurt. „Ich hielte es für sehr bedenklich, den marktwirtschaftlichen Weg zu verlassen und mit einer Vergemeinschaftung falsche Anreize zu setzen.“

14 von 28 EU-Staaten haben bislang noch kein funktionierendes nationales System zum Einlagenschutz. Die deutsche Kreditwirtschaft befürchtet, dass ihre über Jahre gefüllten Töpfe für Schieflagen im Falle einer gemeinsamen Einlagensicherung in anderen Ländern angezapft werden.

EU-Kommission will Konzept noch 2015 vorlegen

Die EU-Kommission will noch in diesem Jahr ein Konzept zu einem grenzüberschreitenden Schutz von Spargeldern vorlegen. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte zuletzt eine Regelung angekündigt, „die den Besonderheiten der nationalen Systeme Rechnung tragen wird“.

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Zunächst müssten die nationalen Sicherungstöpfe „bis oben hin gefüllt sein“. Erst wenn dies in einer Krise nicht reiche, „würde über den Weg der Rückversicherung ein europäisches System einspringen“, sagte Juncker.

Quelle: dpa-AFX

Foto: ilolab / Shutterstock.com

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