Anzeige
3. Juni 2015, 14:43
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

EZB lässt Leitzins auf Rekordtief

Das Geld im Euroraum bleibt extrem billig: Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den Leitzins auf dem Allzeittief von 0,05 Prozent. Das beschloss der Rat der Notenbank wie erwartet am Mittwoch in Frankfurt.

Banken-EZB-Aufsicht-Frankfurt in EZB lässt Leitzins auf Rekordtief

EZB-Zentrale in Frankfurt

Seit März versuchen die Währungshüter zudem, die Konjunktur und den Preisauftrieb mit einem gewaltigen Kaufprogramm anzuschieben: Monatlich 60 Milliarden Euro sollen in Staatsanleihen und andere Vermögenswerte investiert werden, insgesamt 1,1 Billionen Euro bis September 2016. Bis zum 29. Mai erwarb die EZB in diesem Rahmen allein Staatsanleihen im Gesamtvolumen von fast 147 Milliarden Euro.

Inflation in der Eurozone legt wieder zu

Das frische Geld kommt im Idealfall über Geschäftsbanken in Form von Krediten bei Unternehmen und Verbrauchern an. Das könnte Investitionen und Konsum anschieben und so die Konjunktur in Schwung bringen und die Inflation anheizen. Noch ist die Teuerung im Euroraum weit vom EZB-Ziel von knapp unter 2,0 Prozent entfernt. Aber immerhin sinken die Verbraucherpreise nicht mehr: Im Mai stieg die jährliche Teuerungsrate nach vorläufigen Zahlen von 0,0 Prozent im April auf 0,3 Prozent. Zuvor war die Inflationsrate im Euroraum vor allem in Folge des Einbruchs der Ölpreise vier Monate in Folge negativ.

Griechenland im Fokus

Auch die dramatische Finanznot Griechenlands dürfte die Währungshüter weiter beschäftigen. Seit Monaten hält die EZB griechische Banken mit Notkrediten am Leben – allerdings darf sie das streng genommen nur, solange die Institute im Grunde gesund sind und nur vorübergehend frisches Geld brauchen. Darum ist die Maßnahme auch im EZB-Rat umstritten, einer der Kritiker ist Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. Zuletzt betrug das Volumen der sogenannten Ela-Kredite 80,7 Milliarden Euro.

Die griechischen Banken sind darauf angewiesen, weil besorgte Bürger und Unternehmen ihre Konten leerräumen. EZB-Präsident Mario Draghi will die Notkredite nur dann weiter genehmigen, wenn es zu Fortschritten in den Verhandlungen mit Griechenland kommt. Aus Sicht von Unicredit-Ökonom Marco Valli wird die EZB die Ela-Hilfen nicht kappen, solange die Verhandlungen laufen: “Griechenlands Schicksal muss auf politischer Ebene entschieden werden, nicht in Frankfurt.”

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Mehr Respekt, weniger Rage: Wie Sie Knöllchen vermeiden

Wer morgens gerne trödelt und abends in Feierabend-Euphorie verfällt, drückt gern mal etwas fester aufs Gaspedal. Und hängt dem Vormann fast im Kofferraum. Szenen aus dem deutschen Verkehrsalltag. Leider tappen Drängler viel zu selten in Blitzerfallen. Weitere Verkehrssünden wie Handynutzung, Falschparken, Rotlichtverstöße und zu geringer Sicherheitsabstand gehören ebenfalls zum Alltag auf deutschen Straßen.

mehr ...

Immobilien

vdp-Preisindex: Immobilienpreise wachsen langsamer

Die Immobilienpreise in Deutschland steigen noch immer, doch nach den Daten des Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) schwächt sich das Wachstum allmählich ab. Zeichnet sich eine Trendwende ab?

mehr ...

Investmentfonds

Ölpreise steigen wieder

Nach den Verlusten der vergangenen Wochen, ziehen die Ölpreise wieder an. Das liegt unter anderem an dem knapperen Angebot. Ob die Opec-Mitglieder ihre Fördermenge in nächster Zeit reduzieren, ist unentschieden. Russland und Saudi-Arabien sind unterschiedlicher Meinung.

mehr ...

Berater

Bafin-Chef: Regulierung der Banken geht nie zu Ende

Felix Hufeld, Chef der Finanzaufsichtsbehörde Bafin, hat Hoffnungen von Banken auf weniger Regulierung eine Absage erteilt. Das tat er am Montag im Zuge eines Bankenkongresses in Frankfurt.

mehr ...

Sachwertanlagen

INP kauft drei weitere Pflegeheime

Die INP-Gruppe aus Hamburg hat drei Pflegeeinrichtungen der Wolf-Gruppe aus Eschwege, Hessen, übernommen. Zwei der drei Immobilien wurden für den offenen Spezial-AIF “INP Deutsche Pflege Invest” erworben, die dritte für einen Publikumsfonds.

mehr ...

Recht

PRIIP und die UCITS-KIID: Fallstricke in der Umstellung?

Das ifa-Ulm sieht bei der Umstellung von UCITS-KIID zu PRIIP-spezifischen Angaben neue Herausforderungen auf die Versicherer zukommen. Denn gerade beim Umgang mit laufenden Jahresbeiträgen liefern die technischen Regulierungsstandards keine klaren Vorgaben.

 

mehr ...