30. Juni 2015, 12:49
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bafin-Chef: Griechischen Banken droht schon bald die Pleite

Griechenlands Banken droht nach Einschätzung der deutschen Finanzaufsicht Bafin schon bald die Pleite. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) am Sonntag die Notkredite für die Institute bei rund 90 Milliarden Euro eingefroren habe, müsse man sich fragen, “wie lange die griechischen Banken auf dieser Basis noch operieren können”, sagte Bafin-Präsident Felix Hufeld.

Hufeld Bafin in Bafin-Chef: Griechischen Banken droht schon bald die Pleite

Bafin-Präsident Felix Hufeld: “Wenn der griechische Staat in die Situation eines Kreditausfalls kommt, wird man die griechischen Banken nicht mehr als solvent einstufen können.”

“Wenn sich sonst nichts ändert, nicht mehr lange, das ist klar. Das können Sie in Tagen zählen”, so der Bafin-Chef am Montagabend vor Journalisten in Frankfurt.

Deutschlands oberster Bankenaufseher betonte: “Wenn der griechische Staat in die Situation eines Kreditausfalls kommt, wird man die griechischen Banken nicht mehr als solvent einstufen können.”

Die vier großen griechischen Banken haben zusammen etwa 90 Prozent Marktanteil.

Entspannte Lage auf den Finanzmärkten

Nach dem Scheitern der Verhandlungen über weitere Rettungsmilliarden für Athen ist der finanzielle Kollaps des Landes nach Hufelds Einschätzung nur eine Frage der Zeit.

Der griechische Staat müsse “eine fortschreitende Kette von Verbindlichkeiten” erfüllen, sagte Hufeld, der die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) seit März führt. “Es ist nur eine Frage von Tagen, bis ein anderer Gläubiger außer dem IWF nicht mehr bedient werden kann.”

Das aktuelle Hilfsprogramm für Griechenland läuft an diesem Dienstag (30. Juni) aus, zugleich muss das Land rund 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen, was es nach allgemeiner Einschätzung nicht kann.

Die bisherige Reaktion der Finanzmärkte auf die neuen Turbulenzen im Griechenland-Drama gebe “eigentlich keinen Anlass zur Sorge”, sagte Hufeld. Allerdings sei nicht ganz klar, ob viele Marktteilnehmer nicht doch noch auf eine Rettung in letzter Sekunde hofften “oder ob das tatsächlich die Gelassenheit der Märkte widerspiegelt”.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Bafin

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Prozess um Millionenbetrug mit Kapitalanlagen

Eine Anlagenfirma aus der Schweiz hat über 5.800 Anleger um mindestens 60 Millionen betrogen. Nun müssen sich vier Beschuldigte vor dem Münchner Landgericht verantworten. Für die Anleger gibt es noch Hoffnung, entschädigt zu werden.

mehr ...

Immobilien

Immobilienpreisanstieg im Norden und Osten weniger schwunghaft

Die Preise für Wohnimmobilien im Norden und Osten Deutschlands steigen im ersten Quartal 2018 weiter – für Wohnungen allerdings mit gedrosseltem Tempo. Laut Trendindikator Immobilienpreise des Finanzdienstleisters Dr. Klein (DTI) ist die Entwicklung in Berlin nach wie vor am dynamischsten: Im Jahresvergleich kosten Wohnungen über 15 Prozent mehr, verglichen mit dem vorigen Quartal sind Häuser um rund vier Prozent teurer.

mehr ...

Investmentfonds

Yen zur Portfolioabsicherung

Die japanische Währuing Yen hat nicht nur attraktive defensive Eigenschaften. Er kann zudem die Portfolioperformance aufgrund einer Reihe von Faktoren positiv beeinflussen. Ein Gastbeitrag von Jason Borbora, Investec AM

mehr ...

Berater

Deutsche haben ihre Finanzen im Griff – nach eigener Einschätzung

Die Deutschen sind überzeugt davon, gut mit ihrem Geld umgehen zu können. Mehr als drei Viertel haben nach eigenen Angaben einen sehr guten oder guten Überblick über ihre Einnahmen und Ausgaben. 88 Prozent beschäftigen sich regelmäßig mit ihren Ausgaben, 22 Prozent sogar täglich. Das sind Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage von Geld und Haushalt, dem Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...