5. Juni 2015, 12:31
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ifo-Chef: Euro als Parallelwährung für Griechenland

Hans-Werner Sinn, Präsident des Ifo Instituts, plädiert im Schuldenstreit mit Griechenland dafür, durch eine eigene, nationale Währung die Wettbewerbsfähigkeit des Landes wieder herzustellen. Der Euro soll zunächst parallel weiterlaufen.

Ifo-sinn in Ifo-Chef: Euro als Parallelwährung für Griechenland

Hans-Werner Sinn, Ifo Institut

In einer Sonderausgabe des ifo Schnelldienstes beziffert Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts, die Höhe der öffentlichen Kredite, die Griechenland bis Ende März 2015 von den anderen Staaten und Institutionen erhalten hat, auf insgesamt 325 Milliarden Euro. Ein Drittel dieses Geldes diente der Finanzierung des griechischen Leistungsbilanzdefizits, ein Drittel der Schuldentilgung, und ein Drittel wurde für eine Kapitalflucht griechischer Bürger und Institutionen ins Ausland eingesetzt. Griechenland würde von einem Austritt aus dem Euro profitieren, denn er würde eine Abwertung ermöglichen und dazu führen, dass griechische Konsumenten wieder einheimische anstelle importierter Produkte kaufen.

Zwei Währungen für Griechenland

Für eine Übergangsperiode, zumindest solange, bis neue Banknoten gedruckt sind, braucht Griechenland nach Ansicht Sinns zwei Währungen, eine neue nationale als gesetzliches Zahlungsmittel und den Euro als Parallelwährung. Eine bloße Ausgabe von staatlichen Schuldscheinen, die nicht als gesetzliches Zahlungsmittel fungieren, wäre kein Beitrag zur Lösung des griechischen Wettbewerbsproblems.

Wettbewerbsfähig nur über eigene, nationale Währung

Zwar könnte eine Zweitwährung auf der Basis staatlicher Schuldscheine das Liquiditätsproblem des griechischen Staates beheben, aber sie würde weder die fehlende Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Wirtschaft wiederherstellen noch die Gefahr einer neuen Konkurswelle abwenden. Dies gelingt nur, wenn Griechenland eine neue nationale Währung einführt, diese abwertet und damit den Euroraum verlässt.

Neue Währung muss gesetzliches Zahlungsmittel sein

Die neue Währung muss gesetzliches Zahlungsmittel sein, so dass alle Lohn-, Miet- und Kreditkontrakte abgewertet werden können. Nur so kann die griechische Wirtschaft wieder wettbewerbsfähig werden. (fm)

Foto: Martina van Kann

Ihre Meinung



 

Versicherungen

DISQ: Wer die Nase im Rennen um die beste Kfz-Versicherung vorne hat

Wer in Deutschland ein Auto fahren will, der muss es auch versichern. Welche Anbieter von Kfz-Versicherungen ihre Kunden besonders zufrieden stellen, hat das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) herausgefunden.

mehr ...

Immobilien

London: Wo Millennials, X-Generation und Babyboomer Wohnimmobilien kaufen

Laut der neuesten Analysen der „Wealth Report Insight Series“ des internationalen Immobilienberatungsunternehmens Knight Frank gaben Millennials 2018 insgesamt 3,89 Mrd. Euro (3,47 Mrd. GBP) für den Erwerb von Wohnimmobilien in exklusiven Lagen in Central London aus.

mehr ...

Investmentfonds

ÖKOWORLD bietet Eltern und Großeltern den passenden politischen Investmentfonds

Der Zusammenschluss „Parents for Future“ ist eine wirkungsvolle Initiative, die jungen Menschen der “Fridays für Future”-Bewegung in ihren Forderungen nach einer konsequenten Klima- und Umweltschutzpolitik unterstützt. Der ROCK ´N `ROLL FONDS von ÖKOWORLD ist als erster Elternfonds der Welt ist genau für diese Community gemacht.

mehr ...

Berater

Zurich übernimmt Berliner Insurtech dentolo

Mit dem Erwerb des Berliner Insurtech dentolo stärkt die Zurich Gruppe Deutschland ihren Direktversicherer DA Direkt bei der  strategischen Weiterentwicklung mit dem vorgesehenen Einstieg in das Geschäft mit Zahnzusatzversicherungen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Savills IM erwirbt deutsches Logistikportfolio

Savills IM erwirbt drei Umschlaghallen in Deutschland mit insgesamt run 15.400 qm Mietfläche. Derzeitig ist das Objekt noch vollständige und langfristig an die Deutsche Post Immobilien GmbH vermietet.

mehr ...

Recht

BGH entscheidet über zeitliche Festlegung von Rechtsschutzfällen

Wann ist eine Rechtsschutzversicherung zur Zahlung verpflichtet? Mit dieser Frage musste sich der Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) Anfang dieses Monats auseinandersetzen.

mehr ...