Anzeige
22. Mai 2015, 14:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Niederlande bringen verstaatlichte Bank ABN Amro an die Börse

Die niederländische Regierung will die in der Finanzkrise verstaatlichte Bank ABN Amro an die Börse bringen. Im vierten Quartal 2015 sollen zunächst 20 bis 30 Prozent der Anteile an die Börse gebracht werden, kündigte Finanzminister Jeroen Dijsselbloem am Freitag in Den Haag an.

ABNAmro in Niederlande bringen verstaatlichte Bank ABN Amro an die Börse

Zentrale von ABN Amro in Amsterdam

“Die Bank kann nun wieder dauerhaft auf eigenen Beinen stehen.” Der Staat hatte die Bank 2008 für 17 Milliarden Euro aufgekauft und weitere fünf Milliarden in deren Sanierung gesteckt. Der Börsenwert wird auf mindestens 15 Milliarden Euro geschätzt. Noch vor zwei Monaten hatte die Regierung den schon 2013 geplanten Verkauf nach großer Empörung über eine massive Gehaltserhöhung für die Vorstände und fragwürdigen Geschäften in Dubai ausgesetzt.

Bestes Quartalsergebnis seit vier Jahren

Jetzt sei das Vertrauen wieder hergestellt, sagte Dijsselbloem nach einer öffentlichen Entschuldigung des Bank-Vorstandes. “Die Ergebnisse des ersten Quartals 2015 zeigen auch, dass die betriebswirtschaftlichen Leistungen der Bank gut sind,” sagte der Minister. Die Bank mit rund 22 000 Arbeitsplätzen verbuchte im ersten Quartal einen Nettogewinn von 543 Millionen Euro, das beste Quartalsergebnis der vergangenen vier Jahre.

ABN Amro früher im Besitz von RBS und Fortis

ABN Amro, eines der finanziellen Spitzeninstitute der Niederlande, war 2007 Ziel der mit 72 Milliarden Euro bisher teuersten Übernahme in der Branche. Käufer waren der belgisch-niederländische Finanzkonzern Fortis, die spanische Bank Santander und die britische Royal Bank of Scotland. Sie teilten die Bank auf. Nur ein Jahr später brachen im Zuge der Finanzkrise Fortis und RBS  auch wegen des zu teuren Kaufs zusammen und mussten von ihren Staaten gerettet werden. Die Niederlande legten ABN Amro mit einem Teil von Fortis zusammen.

Der Staat hält seitdem alle Anteile. Als Schutzmaßnahme vor Übernahmen soll eine Sicherheitsklausel gelten. Danach erhält der Staat ein Vetorecht, solange er mindestens ein Drittel der Anteile besitzt.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock/Mauvries

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Workarounds verhindern Digitalisierung der Versicherungsbranche

Gibt man bei Google die Stichwörter Versicherung und Digitalisierung ein, findet die Suchmaschine innerhalb von 0,38 Sekunden rund 3 Millionen Ergebnisse. Bei dieser Trefferzahl sollte man meinen, dass die Versicherungswirtschaft bei der automatisierten Datenverarbeitung relativ weit ist. Doch der Schein trügt. Zwar hat die Branche zahlreiche Anwendungen zur Automatisierung hervorgebracht und auch etabliert, doch viele davon sind Workarounds. Und genau diese Zwischen-Lösungen, wie beispielsweise Scan-Services, hemmen die Volldigitalisierung der Branche.

mehr ...

Immobilien

Dr. Klein: Boom im Osten, Rekorde im Norden

Ob nun Hamburg, Hannover, Berlin oder Dresden – im Norden und Osten der Bundesrepublik steigen die Immobilienpreise in allen Metropolregionen an. Trotzdem gibt es deutliche Preisunterschiede.

mehr ...

Investmentfonds

Kryptowährungen: Schwankende Coins an Gold binden

Seit jeher suchen Menschen Stabilität. Bei Währungen, der Basis unseres Wirtschafts- und sozialen Lebens ist dies nicht anders. Das hart verdiente und ersparte Geld soll nicht durch Inflation oder andere Unwägbarkeiten entwertet werden.

Gastbeitrag von Harald Seiz, Karatbars International GmbH

mehr ...

Berater

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Ernst Russ AG verliert beide Vorstände auf einen Schlag

Sowohl der Vorstandssprecher Jens Mahnke als auch Vorstandsmitglied Ingo Kuhlmann werden im Juni beziehungsweise Ende März aus der Ernst Russ AG (ehemals HCI Capital) ausscheiden. Ein bisheriges Aufsichtratsmitglied springt ein.

mehr ...

Recht

Pflegeunterhalt: Wenn Kinder für ihre Eltern haften

Die Deutschen werden immer älter. Damit wächst auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Alten- und Pflegeheimen. Die Kosten hierfür sind hoch. Vielfach benötigen Eltern in diesem Fall die finanzielle Hilfe ihrer Kinder. Für diesen Fall gibt es genaue Regeln, wie eine Übersicht des Arag-Rechtsschutzes zeigt.

 

mehr ...