Anzeige
15. Juni 2015, 11:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Oberste Bankenabwicklerin kritisiert Nothilfe für griechische Banken

Europas oberste Bankenabwicklerin, Elke König, hat die Europäische Zentralbank (EZB) wegen ihrer Griechenland-Politik kritisiert. Die von der EZB schon seit einiger Zeit gewährten und zuletzt ausgeweiteten Notkredite (Ela) für griechische Banken seien problematisch, sagte König.

Koenig-bafin in Oberste Bankenabwicklerin kritisiert Nothilfe für griechische Banken

Elke König, SRB: “Für die griechischen Banken ist der Zugang zum Markt nun schon lange verschlossen.”

“Die Grenze zwischen Ela und Konkursverschleppung ist fließend”, erklärte die Chefin der EU-Bankenabwicklungsbehörde Single Resolution Board (SRB) in einem Gespräch mit dem “Handelsblatt” (Montag). Die Notkredite der EZB dürften nur an solvente Banken gezahlt werden, wenn diese kurzfristig keine Möglichkeit zur Finanzierung über den Markt haben, erklärte König. “Für die griechischen Banken ist der Zugang zum Markt nun schon lange verschlossen”, sagte sie.

Griechenland vom Kapitalmarkt abgeschnitten

Griechenland und seine Banken seien vom Kapitalmarkt abgeschnitten und fehlende Liquidität könne ein Grund für eine Insolvenz sein. Die Entscheidung über die Ela-Notkredite läge aber allein bei der EZB. Auf die Frage, ob der neue EU-Abwicklungsmechanismus demnächst auch griechische Banken retten müsse, antwortete König: “Das kann passieren, allerdings nicht in diesem Jahr.”

“Kleine, aber schlagkräftige Abwicklungsbehörde”

Griechenland habe eine kleine, noch im Aufbau befindliche, aber schlagkräftige Abwicklungsbehörde. “Sie ist bis Ende 2015 zuständig, Banken im Notfall abzuwickeln.” Ab 2. Januar 2016 müsse die EU-Bankenabwicklungsbehörde SRB auf diesen Fall vorbereitet sein, weil sie dann für die Abwicklung von 150 europäischen Banken zuständig sei, darunter auch die vier großen griechischen Institute. “Der Abwicklungsfonds wird dann aber nicht mal eben vier griechische Banken rekapitalisieren – schon gar nicht, wenn das Land nicht mehr Mitglied der Euro-Zone sein sollte”, sagte König in dem Interview.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Bafin

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Kfz-Ersatzteile: GDV sieht “monopolartige” Strukuren

Bemerkenswerte Preisentwicklung bei Kfz-Ersatzteilen: So sind etwa Rückleuchten, Motorhauben und Windschutzscheiben in den letzten zwölf Monaten erneut deutlich teurer geworden. Von August 2017 bis August 2018 im Schnitt um vier Prozent, Scheinwerfer sogar um sieben Prozent. Das geht aus einer GDV-Auswertung der Schadenkalkulations-Datenbank Audatex hervor.

mehr ...

Immobilien

Energieeffizientes Bauen zahlt sich nicht immer aus

Energieeffizientes Bauen entlastet den Geldbeutel privater Bauherren – was Politik und Hersteller häufig versprechen, trifft in der Praxis nicht immer zu. Die Verbraucherschutzorganisation nennt Tipps, damit sich Energiemaßnahmen wirklich lohnen.

mehr ...

Investmentfonds

So behalten Sie den Überblick über ihr Depot

Chaos im Depot, einseitige Anlagestrategie oder noch gar kein Depot? Wer sein Depot aufräumen oder neu aufbauen will, muss wissen wie. Dafür hat Stiftung Warentest eine Anleitung in vier Schritten erstellt und eine Übersicht über 18.000 Fonds und ETFs.

mehr ...

Berater

Keine Angst trotz Provisionsdeckel

Das nennt man wohl ein Remis: 47,2 Prozent der Mitgliedsunternehmen des Bundesverbands Deutscher Versicherungsmakler (BDVM) gehen davon aus, dass die Auswirkungen eines Provisionsdeckels sie kaum treffen würde. Dagegen erwarten 30,3 Prozent spürbare Auswirkungen, für 22,5 Prozent wäre es hart oder sehr hart. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Verbands.

mehr ...

Sachwertanlagen

Neuer Spezial-AIF von d.i.i.

Die d.i.i. Investment GmbH hat mit dem “d.i.i. 10” einen weiteren geschlossenen Immobilien-Spezial-AIF aufgelegt. Der neue Fonds richtet sich an Family Offices, vermögende private Investoren und Stiftungen.

mehr ...

Recht

Mietrecht: Was da ist, muss bleiben

Sind bei der Besichtigung einer Mietwohnung noch Gegenstände oder Einbauten des bereits ausgezogenen Vormieters vorhanden, kann der neue Mieter verlangen, dass diese auch bleiben. Macht der Vermieter den Mieter nicht ausdrücklich darauf aufmerksam, dass ein Gegenstand nicht zur Wohnungsausstattung gehört, schließt ihn der Mietvertrag automatisch mit ein. So entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH das Amtsgericht Nürnberg hinsichtlich einer vom Vormieter zurückgelassenen Markise.

mehr ...