RBS mit siebtem Jahresverlust in Folge

Royal Bank of Scotland Group Plc hat das siebte Mal in Folge einen Jahresverlust vorgelegt. Dazu beigetragen haben Abschreibungen auf die Sparte in den USA. Zudem rechnet die verstaatlichte britische Bank mit höheren Restrukturierungskosten im Zuge der Verkleinerung des Investmentbankengeschäfts.

RBS-Bankenchef verzichtet dieses Jahr auf einen Teil seiner Vergütung.

Wie die Bank aus Edinburgh am Donnerstag mitteilte, verringerte sich der Nettoverlust 2014 auf 3,5 Milliarden Pfund (4,8 Milliarden Euro), im Vergleich zu rund 9,0 Milliarden Pfund im Vorjahr. Damals schlug eine Abschreibung auf Citizens Financial Group Inc. mit 4,0 Milliarden Pfund zu Buche.

Bankenchef Ross McEwan, 57, erklärte, er verzichte dieses Jahr auf einen Teil seiner Vergütung.

„Deutlicher” Stellenabbau

Darüber hinaus kündigte er einen “deutlichen” Stellenabbau im Zuge der Restrukturierung an. Mehr als sechs Jahre nachdem die Bank mit Steuergeldern gerettet werden musste, ist McEwan bestrebt, die Ergebnisse zu stärken und sich auf das britische Filialgeschäft zu konzentrieren. Fortschritte dabei werden durch die Kosten des Fehlverhaltens der Bank in der Vergangenheit erschwert. Dazu gehören auch Strafen für die Manipulation von Devisen- Benchmarks.

Die RBS sei “nicht länger auf der Jagd nach weltweiten Marktanteilen, sondern konzentriert sich direkt auf die Kern- Stärken” in Großbritannien und Irland, sagte McEwan in der Mitteilung.

„Inakzeptable“ Erträge

Der Bereich Unternehmensfinanzierung und Investmentbankengeschäft habe “inakzeptable” Erträge geliefert, hieß es weiter. Die Investmentbank soll sich aus Mittel- und Osteuropa, dem Nahen Osten und Afrika zurückziehen. Ferner soll sie ihre Präsenz in den USA und Asien “deutlich” verringern.

“Dies ist ein Plan für eine kleinere oder fokussiertere aber letzten Endes wertvollere Bank” und “bedeutet das Ende eines selbständigen globalen Investmentbankenmodells”, erklärte McEwan.

Kosten in 2015 um 00 Millionen Pfund senken

Der operative Gewinn von 3,5 Milliarden Pfund verfehlte die von der Bank zusammengestellte Analystenerwartung von 4,1 Milliarden Pfund. RBS hat zuletzt 2007 einen Nettogewinn vorgelegt. Die Kosten will die Bank 2015 um 800 Millionen Pfund senken.

Wie die Bank weiter mitteilte, hat sie Howard Davies als Chairman berufen. Der 64-Jährige war früher Leiter der inzwischen aufgelösten Financial Services Authority. Davies folgt auf Philip Hampton, der Christopher Gent als Vorsitzenden von GlaxoSmithKline Plc ablöst.

Darüber hinaus gab RBS bekannt, dass die japanische Mizuho Financial Group Inc. für rund 3 Mrd. Dollar ein nordamerikanisches Kreditportfolio im Volumen von 36,5 Mrd. Dollar von RBS erwerben wird. Dabei fällt ein Verlust in Höhe von 200 Millionen Dollar für RBS an.

Quelle: Bloomberg

Foto: Shutterstock

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