Studie: Banken haben negative Erwartungen

Mehr als die Hälfte der  Vorstände und Führungskräfte deutsche Banken geht von eine negativen Geschäftsentwicklung in den nächsten vier Jahren aus, so eine aktuelle Studie. Dennoch scheuen sich die Banken demnach noch immer, innovative Geschäftsmodelle einzuführen.

Nur noch ein Fünftel der befragten Vorstände und Führungskräfte deutscher Banken geht von einer positiven Geschäftsentwicklung in den nächsten vier Jahren aus.

Für die Trendstudie „Bank und Zukunft 2015“ des Fraunhofer IAO wurden 388 Entscheider, Vorstände und Führungskräfte aller Bankengruppen iin Deutschland im Zeitraum von Dezember 2014 bis April 2015 befragt.

Banken erwarten Ertragsrückgänge

Die Banken zeigen sich in der Studie pessimistisch. So werden demnach die Ertragsrückgänge vieler Institute in den traditionellen Geschäftsbereichen nicht mehr als vorübergehend betrachtet. Vielmehr sieht ein Großteil der befragten sie als mittel- bis langfristig an.

Laut der Studie hat sich der Anteil derjenigen, die in den kommenden vier Jahren eine negative Entwicklung der Geschäftstätigkeit erwarten (58 Prozent), verdoppelt.

Quelle: Fraunhofer IAO

Die Quote derer, die für den gleichen Zeitraum eine positive Entwicklung prognostizieren (20 Prozent), ist indes um 25 Prozentpunkte gesunken. Trotz dieses steigenden Drucks gehen der Studie zufolge die Banken die notwendigen Veränderungen viel zu zögerlich an.

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„Im Moment scheuen noch zu viele Entscheidungsträger den Schritt zu Innovationen in komplett neue Geschäftsmodelle. Damit überlassen sie ihren Wettbewerbern die Chance, neue Ertragsfelder zu erschließen und längerfristig zu besetzen“, sagt Claus-Peter Praeg, der die Entwicklung im Rahmen des Innovationsnetzwerks „Bank und Zukunft“ schon seit Jahren beobachtet. (jb)

Foto: Shutterstock

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