24. November 2016, 18:02
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Schiffskrise belastet NordLB und Bremer Landesbank

Steigende Risiken im schwierigen Geschäft mit Schiffskrediten brocken der Norddeutschen Landesbank (NordLB) 2016 voraussichtlich einen Milliardenverlust ein.

 in Schiffskrise belastet NordLB und Bremer Landesbank

Verwaltungsgebäude der NordLB in Hannover

Einen wesentlichen Anteil daran hat die Bremer Landesbank (BLB), die von der NordLB bis zum Jahresende vollständig übernommen werden soll. Das geplante Geschäft werde aber nicht infrage gestellt, hieß es am Donnerstag.

Das Institut aus Hannover muss angesichts der sich verschärfenden Schifffahrtskrise seinen Risikopuffer aufstocken – in den ersten neun Monaten des Jahres waren es für BLB und NordLB zusammen rund 1,6 Milliarden Euro. Bis Ende Dezember soll die Summe auf mehr als zwei Milliarden Euro anwachsen. 2017 seien nochmals gut 350 Millionen Euro geplant.

“Das Risikopotenzial ist deutlich nach unten abgesenkt”, sagte der scheidende NordLB-Vorstandschef Gunter Dunkel. Die Bank habe zurzeit eine Absicherungsquote von 44 Prozent und sei somit deutlich weniger abhängig von einer Erholung des Schiffmarktes. Angestrebt sei eine 50-prozentige Absicherung der Schiffskredite, die rund 15 Prozent der gesamten Geschäftsaktivitäten des Geldhauses ausmachen.

Rote Zahlen im Q3

Die NordLB schrieb auch im dritten Quartal rote Zahlen. Die ersten neun Monate schloss sie mit einem Verlust von 736 Millionen Euro nach Steuern ab. Alle anderen Geschäftsfelder – darunter Kredite für Flugzeuge sowie Immobilien- und Firmenkunden und den Bereich erneuerbare Energien – waren jedoch profitabel. Die Bank geht ab 2017 daher wieder von einem deutlichen Gewinn aus.

Dunkel: “Es wird mehr als eine schwarze Null sein.” Im laufenden Jahr werde die Bank ein operatives Ergebnis von einer Milliarde Euro erwirtschaften.”Die NordLB kann die Herausforderungen aus eigener Kraft meistern”, erklärte Dunkel daher und betonte: “Dies gilt auch nach der Verarbeitung des Negativergebnisses für das Gesamtjahr 2016 und auch nach der vollständigen Übernahme der Bremer Landesbank.”

Der diesjährige Banken-Stresstest habe zudem gezeigt, dass die NordLB selbst in einem extremen Krisenszenario über ausreichendes Kapital verfüge. “Wir haben in den Vorjahren erhebliche Kapitalpolster aufgebaut, wir haben die Ertragskraft der Bank gestärkt sowie ein striktes Kostenmanagement eingeführt”, sagte Dunkel.

Seite 2: Weiterer Abbau der Schiffskredite

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nach Bundestag stimmt auch Bundesrat für die Grundrente

Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat der Grundrente zugestimmt, durch die kleine Renten von rund 1,3 Millionen Menschen aufgebessert werden sollen.

mehr ...

Immobilien

Trotz Corona ins Eigenheim: Was Immobilieninteressenten jetzt beachten sollten

Das eigene Zuhause ist wichtiger denn je: Selten zuvor waren die Menschen so viel zuhause wie jetzt in der Corona-Krise. Die eigenen vier Wände sind für viele zum Schutzraum geworden. Hier verbringen sie Zeit mit der Familie, arbeiten im Home-Office oder bringen ihren Kindern Mathe und Deutsch bei. „Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen des Alltags hat in vielen Menschen den Wunsch nach Wohneigentum gestärkt“, sagt Roland Hustert, Geschäftsführer der LBS Immobilien NordWest.

mehr ...

Investmentfonds

Ermittlungen gegen Wirecard-Manager auch wegen Untreueverdachts

Im Skandal um fehlende Milliarden beim Dax-Konzern Wirecard ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung” nun auch wegen Untreueverdachts gegen den Ex-Vorstandschef und weitere Manager.

mehr ...

Berater

Soli-Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwägt Soli-Ersparnis in Altersvorsorge zu investieren

Willkommener Geldsegen für eine finanziell selbstbestimmte Zukunft: Die Deutschen begrüßen die „Soli-Abschaffung“ und erwägen die Ersparnis für die eigene Altersvorsorge einzusetzen. Das geht aus einer von Swiss Life Select in Auftrag gegebenen repräsentativen YouGov-Studie mit 2.048 Personen hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immer weniger Deutsche wollen reich werden

Nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es erstrebenswert, reich zu sein. Gleichzeitig werden die Chancen auf ein hohes Vermögen immer schlechter eingeschätzt – auch wegen Corona. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK für die “4. Reichtumsstudie” des Private-Equity-Spezialisten RWB Group.

mehr ...

Recht

Wirecard-Skandal – Wirtschaftsprüfer im Auge des Sturms

Der Bilanzskandal um den mittlerweile insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard hat Anleger Milliarden gekostet. Mittlerweile steht auch der zuständige Wirtschaftsprüfer EY im Fokus. Der Prozessfinanzierer Foris AG arbeitet mit führenden Bank- und Kapitalrechtskanzleien an gemeinsamen Lösungen.

mehr ...