Anzeige
4. August 2017, 14:43
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

BaFin grätscht dreifach dazwischen

Die Finanzaufsicht BaFin hat in drei weiteren Fällen Verfügungen zur Einstellung des Geschäfts ausgesprochen. Betroffen sind eine Bitcoin-Plattform aus Spanien, ein Unternehmen aus Dubai und eine Privatperson aus Brigachtal.

Bild Liegenschaft Bonn in BaFin grätscht dreifach dazwischen

Eingang des BaFin-Hauptgebäudes in Bonn, Sitz der Banken- und Versicherungsaufsicht sowie unter anderem der Abteilung “Erlaubnispflicht und Verfolgung unerlaubter Geschäfte”.

Der Cryp Trade Capital Ltd., Alicante/Spanien, hat die BaFin das unerlaubt betriebene Bankgeschäft in Deutschland untersagt und deren unverzügliche Abwicklung angeordnet, teilt die Behörde auf ihrer Website mit. Das Unternehmen betreibe die Handelsplattform www.cryp.trade, auf der Bitcoins und andere Instrumente gehandelt werden, die als Finanzinstrumente im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG) zu qualifizieren sind.

Die Plattform wende sich auch an Kunden in Deutschland. Das Geschäft sei als Finanzkommissionsgeschäft und damit als Bankgeschäft einzustufen. Die erforderliche Erlaubnis hat Cryp Trade Capital Ltd. als Betreiber nicht, so die BaFin.

Anbahnung unerlaubter Kreditgeschäfte

Ebenfalls die rote Karte erhielt die Aras Group DWC LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate. Sie muss die Werbung für das Kreditgeschäft in Deutschland einstellen. Das Unternehmen trat über seine Internetseite und Printmedien zielgerichtet an potenzielle Kunden in Deutschland heran, um diesen den Abschluss von Darlehensverträgen anzubieten, schreibt die BaFin.

Darlehensgeber sollen verbundene Unternehmen sein, die keine Erlaubnis für das Kreditgeschäft in Deutschland haben. Damit sei die Aras Group DWC LLC in die Anbahnung unerlaubter Kreditgeschäfte einbezogen und verpflichtet, die Werbung für das Kreditgeschäft gegenüber Personen oder Unternehmen mit Sitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland sofort einzustellen. Der Bescheid der BaFin ist von Gesetzes wegen sofort vollziehbar, aber noch nicht bestandskräftig.

Unerlaubtes Einlagengeschäft

Die dritte Verfügung richtet sich gegen Harald K. aus Brigachtal (bei Donaueschingen). Ihm hat die Behörde die unverzügliche Abwicklung des unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts aufgegeben. K. nahm Gelder des Publikums als „Kapitalanlage“ entgegen und versprach den Anlegern die Zahlung eines „garantierten Zinses“ und die „endfällige, garantierte Ausschüttung“ der angenommenen Gelder am Ende der vereinbarten „Anlagedauer“.

Damit betreibt er das Einlagengeschäft ohne die erforderliche Erlaubnis und ist verpflichtet, die angenommenen Gelder unverzüglich und vollständig per Banküberweisung an die Anleger zurückzuzahlen, so die Anordnung der BaFin. Zivilrechtliche Ansprüche der Anleger blieben davon unberührt. Auch dieser Bescheid ist noch nicht bestandskräftig. (sl)

Foto: BaFin

 

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

“Produkte unterhalb der BU nicht als zweitklassig behandeln”

Cash. sprach mit Dietmar Bläsing, Sprecher der Vostände der Volkswohl Bund Versicherungen und der Dortmunder Lebensversicherung, über Trends im Bereich Arbeitskraftabsicherung und die Bedeutung von Social Media bei der Kundenansprache.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...