Anzeige
26. Juli 2017, 11:40
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche Reeder erwarten langsam bessere Geschäfte

In der Schifffahrtsbranche rechnen nach einer Studie rund 60 Prozent von 105 befragten deutschen Hochseereedereien in den kommenden zwölf Monaten mit Wachstum, wie die Unternehmensberatung PwC am Dienstag in Hamburg mitteilte.

 in Deutsche Reeder erwarten langsam bessere Geschäfte

Containerschiffe im Hamburger Hafen: Die Branche steckt seit Jahren in einer schweren Krise.

Vor einem Jahr hätten sich lediglich 35 Prozent optimistisch gezeigt. 80 Prozent der Reeder berichteten von voll beschäftigten Flotten, vor einem Jahr waren es 70 Prozent gewesen.

Die Schifffahrt steckt seit Jahren in der Krise: Während der Boomzeiten wurden zu viele Schiffe bestellt und Überkapazitäten an Frachtraum geschaffen, der Transport wurde also billiger und für die Reeder weniger gewinnbringend. Kleine Reedereien sind aus dem Geschäft ausgeschieden. Wie im Vorjahr erwarten 45 Prozent der von PwC befragten Unternehmen weiterhin stagnierende Fracht- und Charterraten, wie aus der Studie hervorgeht.

Digitalisierung auch in der Schifffahrt Thema

Neben den konjunkturellen Einschätzungen geht die Studie auf den Umgang mit der Digitalisierung in der Branche ein. Die Buchung von Schiffstransporten über Online-Portale könnte selbstverständlich werden – davon gehen vier von fünf befragten Reedern aus. Und wer sich gut für die Digitalisierung gerüstet sieht (57 Prozent), will darüber möglichst neue Geschäftsfelder erschließen. Mancher strebt eine Führungsrolle als Kopf einer Transportkette mit anderen Logistikdienstleistern an.

“Viel wird davon abhängen, welche Unternehmen sich in den nächsten Jahren digital und damit zukunftssicher aufstellen können”, erklärte der Leiter des PwC-Kompetenzzentrums maritime Wirtschaft, Claus Brandt. Die Hälfte der Befragten war zum Beispiel der Ansicht, dass die Verbreitung des 3D-Drucks die globalen Warenströme verändern und verringern wird. Das könnte weniger Fracht für Schiffe bedeuten.

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) hatte die Digitalisierung vor einigen Monaten dagegen als Chance gesehen. Mithilfe der Daten von hunderten Sensoren an Bord könnten Reedereien ihre Schiffe effizienter einsetzen, hieß es damals. Das seien etwa Angaben zur Maschinenleistung und zum Brennstoffverbrauch. “Deutsche Reedereien positionieren sich immer stärker als hochwertige Dienstleister und nutzen dafür besonders die digitale Wertschöpfungskette”, teilte VDR-Präsidiumsmitglied Ralf Nagel nun am Dienstag mit. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

DISQ-Rating: Große Unterschiede bei Pflegeversicherungen

Beim Thema Pflege ist nicht nur der Fachkräftemangel ein Problem. Auch finanziell stehen Pflegebedürftige häufig vor Herausforderungen, decken die gesetzlichen Leistungen bei weitem nicht die Kosten.

mehr ...

Immobilien

Richtig heizen, Geld sparen

Der Winter naht, die Heizungen werden hochgefahren. Doch Raumwärme wird schnell kostspielig, wenn man falsch heizt. Laut Umweltbundesamt entfallen 70 Prozent des Energieverbrauchs im Wohnbereich auf die Heizung. Einige Regeln, die helfen, Heizkosten zu senken und Geld zu sparen.

 

mehr ...

Investmentfonds

“Phantomaktien”-Affäre: Scholz unter Druck

Wegen eines drohenden großen Betrugsskandals mit “Phantom-Aktien” zu Lasten der Steuerzahler wächst der Druck auf Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD).

mehr ...

Berater

“Taping verursacht hohe Kosten”

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) befürwortet zwar den Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums zur Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV). Problematisch sieht man dort aber die Pflicht, alle Beratungsgespräche aufzuzeichnen und diese fünf Jahre aufzubewahren.

mehr ...

Sachwertanlagen

Jäderberg bringt zwei neue Sandelholz-Vermögensanlagen

Nur kurze Zeit nach der Meldung über die Überwindung von Turbulenzen bei dem australischen Projektpartner startet Jäderberg & Cie. zwei neue Beteiligungsangebote zur Investition in dortige Sandelholz-Plantagen. Eines davon richtet sich an Ratensparer.

mehr ...

Recht

Wirbel um Krankenkassen-Klagen geht weiter – gegenseitige Kritik

Angesichts der Klagewelle um Behandlungskosten haben sowohl Vertreter der Kliniken als auch die Seite der Krankenkassen ihr Vorgehen verteidigt. Der Klageweg sei in einem Rechtsstaat nicht verwerflich, teilte am Freitag die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland in Eisenberg mit.

mehr ...