Anzeige
27. April 2017, 11:32
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Trump und Brexit können Konsumlaune nicht trüben

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich verbessert. Grund ist nach Erkenntnissen von Marktforschern vor allem die sinkende Inflation und der stabile Arbeitsmarkt. Doch auch Trump und Brexit können die Konsumenten nicht schockieren.

Trump und Brexit können Konsumlaune nicht trüben

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich aktuell verbessert.

Die gesunkenen Verbraucherpreise haben die Deutschen im April wieder stärker in Konsumlaune versetzt. Dank der wieder niedrigeren Inflation haben die Haushalte wieder mehr Geld für größere Anschaffungen. Das teilte das Marktforschungsunternehmen GfK in seiner monatlichen Konsumklimastudie mit. Zudem machten sich die wenigsten Deutschen Sorgen um ihren Arbeitsplatz. Vielmehr seien sie überzeugt, dass die Wirtschaft weiter im Aufwind ist.

“Im April zeigt die Verbraucherstimmung insgesamt klar nach oben. Alle wesentlichen Indikatoren können sich zum Teil deutlich verbessern. Das gilt insbesondere für die Konjunktur- und Einkommenserwartung”, sagte der GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl. Entsprechend rechnet die GfK im Mai mit einer weiteren Aufhellung der Verbraucherstimmung.

Einkommenserwartung der Verbraucher verbessert

Der auf 2.000 Verbraucherinterviews basierende GfK-Konsumklimaindex werde voraussichtlich um 0,4 Punkte auf 10,2 Zähler steigen. Damit legt die Konsumstimmung nach zwei Rückgängen in Folge wieder zu. Die Deutschen seien nach wie vor sehr optimistisch, was die Konjunktur hierzulande angeht, sagte Bürkl. Zudem sei die Inflation deutlich zurückgegangen.

Die Preissteigerungsrate sank im März auf 1,6 Prozent, nachdem im Januar und Februar noch Werte von 1,9 beziehungsweise 2,2 Prozent gemessen worden waren. Dadurch habe sich die Einkommenserwartung der Verbraucher – ein Indikator für das Konsumklima – verbessert. Bürkl: “Weil die Verbraucher doch verstärkt sehen, dass die Kaufkraft ihrer Einkünfte nicht so stark geschmälert wird.”

Die Deutschen reagierten traditionell sensibel auf steigende Preise. “Und angesichts der derzeitigen Null-Zins-Politik sind diese für viele noch gravierender”, sagte Bürkl. Der noch unklare wirtschaftspolitische Kurs von US-Präsident Donald Trump und die beginnenden EU-Austrittsverhandlungen mit Großbritannien verunsicherten die deutschen Verbraucher nicht.

“Kleiner Aufwärtstrend” beim Konsumklima möglich

“Momentan sehen die Deutschen die unsichere weltwirtschaftliche Entwicklung noch relativ gelassen – weil sie das Gefühl haben, dass sie selbst davon nicht oder noch nicht betroffen sind”, sagte Bürkl.

Der Konsumforscher zeigte sich auch optimistisch für die Verbraucherstimmung in den kommenden Monaten: Angesichts der Entwicklung in Deutschland und da die “Wahrscheinlichkeit doch groß” sei, dass bei den französischen Präsidentschaftswahlen der pro-europäische Kandidat Emmanuel Macron gewinne, erwarte er, “dass sich das Konsumklima weiter sehr stabil entwickeln kann und dass sogar ein kleiner Aufwärtstrend durchaus möglich ist”. Voraussetzung sei, dass der Arbeitsmarkt stabil und die Teuerungsrate moderat bleiben – unter der Zielgröße der Europäischen Zentralbank von knapp unter zwei Prozent. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 09/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

PKV – Nachhaltige Geldanlage – Wohnen auf Zeit – Hitliste der Maklerpools

Ab dem 16. August im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Olaf Scholz’ Rentenpläne: Für DIA eine “unverantwortliche Vorfestlegung”

Die rentenpolitischen Überlegungen von Bundesfinanzminister Olaf Scholz sorgen für deutlichen Widerspruch. Nachdem sich bereits Union und Grüne heftig über den Vorschlag echauffierten, warnt nun das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) deutlich vor Steuererhöhungen zur Finanzierung der künftigen Renten.

mehr ...

Immobilien

LBS: Nur jeder dritte Immobilienkäufer zahlt Maklergebühr

Der Kauf einer Immobilie ist mit einer Reihe von Nebenkosten verbunden. In jedem dritten Fall wird nach einer Analyse der LBS neben der Grunderwerbsteuer auch Maklergebühr fällig. Ist die Vergütung gerechtfertigt?

mehr ...

Investmentfonds

Absolute-Return-Strategien verlieren relativ an Bedeutung

Die Nachfrage nach Absolute-Return-Strategien und alternativen UCITS-Fonds wächst kontinuierlich und damit auch das von ihnen verwaltete Kapital. Das sind Ergebnisse einer Studie von Lupus alpha, die auch aufdeckt, warum klassiche Absolute-Return-Fonds relativ an Bedeutung verlieren, obwohl auch sie wachsen:

mehr ...

Berater

Firmenkunden erwarten digitale Lösungen

80 Prozent der kleinen Unternehmen und Gewerbekunden in Deutschland nutzen inzwischen Online-Banking. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Star Finanz, einem Anbieter von Online- und Mobile-Banking-Lösungen. Bei Star Finanz wird erwartet, dass sich der Digitalisierungsgrad im Firmenkundengeschäft weiter erhöhen wird. 

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Zweitmarkt-Schuldverschreibung von Secundus

Die Secundus Erste Beteiligungsgesellschaft mbH emittiert das „SubstanzPortfolio 3“. Investiert wird unter anderem in Zweitmarktanteile der Anlageklassen Immobilien, Schiffe, Flugzeuge, Erneuerbare Energien und Private Equity/Infrastruktur.

mehr ...

Recht

Umsatzsteuerkartell aufgeflogen – Betrug im größten Stil

Jahrelang wurde ermittelt. Nun wird ein Riesenerfolg im Kampf gegen Steuerhinterziehung vermeldet. Die Betrüger hatten es auf einen begehrten Rohstoff abgesehen. Der Schaden könnte mehrere 100 Millionen Euro betragen.

mehr ...