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12. April 2017, 16:45
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Stabiler Aufschwung – aber auch Risiken

Die Weltwirtschaft gewinnt an Fahrt, der globale Handel erholt sich – davon profitiert auch Deutschland. Ökonomen sind grundsätzlich zuversichtlich. Dennoch ist die Unsicherheit hoch. Vor allem protektionistische Tendenzen rund um den Globus bereiten den Experten Sorgen.

Stabiler Aufschwung – aber auch Risiken

Trotz weltweiter Risiken legt die deutsche Wirtschaft einen stabilen Aufschwung hin.

Der Arbeitsmarkt brummt, der schwache Euro stützt die Exporte: Führende Wirtschaftsforschungsinstitute trauen der deutschen Wirtschaft ein etwas stärkeres Wachstum zu als zuletzt angenommen. Dies geht aus einer am Mittwoch in Berlin vorgelegten Gemeinschaftsprognose hervor. Rückenwind kommt auch von der anziehenden Weltwirtschaft. Handelsbarrieren könnten die exportorientierte deutsche Konjunktur dagegen empfindlich treffen.

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten für dieses Jahr einen Anstieg des deutschen Bruttoinlandsproduktes von 1,5 Prozent, 2018 sollen es dann 1,8 Prozent sein. In ihrem Herbstgutachten waren die Ökonomen von geringeren Zuwächsen von 1,4 Prozent und 1,6 Prozent ausgegangen. Getragen wird das Wachstum nach Einschätzung der Experten unter anderem von den privaten Konsumausgaben, die voraussichtlich aber weniger stark zulegen.

Arbeitslosenquote dürfte weiter sinken

Der Export dürfte hingegen von der Erholung der Weltwirtschaft profitieren. Hinzu kommt der schwache Euro, der Produkte “Made in Germany” auf dem Weltmarkt billiger macht. Das kann die Nachfrage ankurbeln. Die Ökonomen rechnen auch damit, dass die Unternehmen ihre Zurückhaltung aufgeben und mehr in Maschinen und andere Ausrüstungen investieren.

Im vergangenen Jahr war die deutsche Wirtschaft noch um 1,9 Prozent gewachsen – getrieben von der Konsumlaune der Verbraucher, den Ausgaben des Staates unter anderem für die Unterbringung und Versorgung Hunderttausender Flüchtlinge und dem Bauboom. Das etwas schwächere Plus in diesem Jahr führten die Experten auch darauf zurück, dass es 2017 mehr Feiertage gibt.

Die Arbeitslosenquote dürfte nach Einschätzung der Institute weiter sinken, von 6,1 Prozent im vergangenen Jahr auf 5,7 Prozent in diesem und 5,4 Prozent im nächsten Jahr. Die Steigerung der Löhne sehen die Forscher in den nächsten Jahren bei durchschnittlich drei Prozent. Das gebe die Wirtschaft durchaus her, hieß es.

Seite zwei: Unsicherheit über künftige Handelspolitik birgt erhebliche Risiken

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