3. September 2019, 12:30
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Kehrtwende im Handelskrieg

Im August schwankten die Märkte im Zuge der Entwicklung des Konflikts zwischen dem Reich der Mitte und Onkel Sam. Völlig unerwartet scheinen sich Peking und Washington allerdings nach einem Monat immer heftigerer Drohungen im chinesisch-amerikanischen Handelskrieg nun über die zügige Wiederaufnahme der Verhandlungen einig zu sein. Ein Kommentar von Olivier de Berranger, Chief Investment Officer, und Clément Inbonat, Fondsmanager La Financière de L‘Echiquier.

AOlivier-de-Berranger HD-Kopie in Kehrtwende im Handelskrieg

Olivier de Berranger, Chief Investment Officer, und Clément Inbonat, Fondsmanager La Financière de L‘Echiquier

Mitten in die sommerliche Ruhe hinein, am 1. August, entschied Donald Trump, der von den Zugeständnissen Chinas seit dem G20-Gipfel in Osaka enttäuscht war, die Zölle auf chinesische Waren im Wert von 300 Milliarden Dollar um 10 % zu erhöhen.

Die Reaktion der Aktienmärkte ließ nicht lange auf sich warten: Die wichtigsten Aktienindizes sackten binnen Tagen um -3 % bis -5 % ab.

Lieblinsgwaffe Wechselkurs

Hierdurch schlug Trump zwei Fliegen mit einer Klappe, denn einerseits drängt er die Chinesen auf diese Weise zu Zugeständnissen und andererseits erhöht er durch die Steigerung des weltweiten Risikos für Wachstum und Vertrauen auch den Druck auf die Fed, ihre Zinssätze deutlicher zu senken.

Peking reagierte auf diese Maßnahme rasch mit seiner Lieblingswaffe, dem Wechselkurs, der unter die symbolische Marke von 7 Yuan für einen Dollar fiel und so einen Teil der höheren Zölle abfederte.

Obwohl sich die chinesische Zentralregierung, um den Yuan als Reservewährung glaubwürdig zu machen, dagegen verwehrt, die Währung zu manipulieren, lassen sich die Anleger nicht täuschen und sind der Auffassung, dass dieser Schritt wie bereits in der Vergangenheit unmittelbar von Peking veranlasst wurde.

Erhöhung der Zölle auf sämtliche Importe um 5 %

Am 23. August wurde dann eine neue Phase eingeläutet, als China mit einer Anhebung der Zölle auf die symbolträchtigsten US-Importe – landwirtschaftliche Produkte, Rohöl und Autos – antwortete.

Zudem löste ein von Trump angedrohter rascher Gegenangriff noch am selben Tag eine Korrektur des S&P 500 um -3,1 % aus. Tags darauf ließ der US-Präsident seinen Worten Taten folgen und verkündete eine neuerliche Erhöhung der Zölle auf sämtliche chinesische Importe um 5 %.

 

Seite 2: Was eine Beilegung des Konflikts leisten muss

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