15. August 2019, 11:01
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So geht es mit dem Goldpreis weiter

Der Goldpreis hat ein Sechsjahreshoch erreicht. Angesichts dessen fragen sich viele Anleger, ob das Edelmetall weiter im Aufwind ist oder am Höhepunkt steht. „Unserer Einschätzung nach wird der Goldpreis noch weiter klettern, etwa bis zu der Marke von 1.550 bis 1.600 US-Dollar pro Feinunze“. Kommentar von Michael Blümke, Portfolio Manager bei Ethenea.

Gold-goldpreis in So geht es mit dem Goldpreis weiter

Voraussetzung für diese Entwicklung sei allerdings, dass die Renditen für US-Treasuries weiter sinken, Gold-ETFs weiterhin Zuflüsse verzeichnen und der US-Dollar stabil bleibt.

„Im Allgemeinen wird Gold als sicherer Hafen mit geringen, negativen jährlichen Kosten gesehen“, erklärt Blümke.

„Obwohl Gold keinen Kupon hat, hat der größte Gold-ETF, der SPDR Gold Shares, eine Kostenquote von 40 Basispunkten. Wenn Anleger also eine Anlage in Gold, mit Kosten von -0,4 Prozent, mit der in 10-jährige Bundesanleihen vergleichen, bei Kosten von -0,55 Prozent, zeigt sich Gold als relativ attraktives Investment, wenn der US-Dollar stabil bleibt.“

Dominoeffekt bei Investitionen in Gold

Vor dem jüngsten scharfen Preisanstieg seien viele Investoren in ihrer Asset Allokation in Gold unterinvestiert gewesen. Nachdem jedoch alle Voraussetzungen für eine Goldrallye gegeben waren, wie niedrige Realrenditen, ein stabiler US-Dollar, niedrige ETF-Positionierungen, Goldkäufe der Zentralbanken und Safe-Haven-Investitionen, sei Gold angezogen.

„Der Anstieg hat dann natürlich dazu geführt, dass auch andere Anleger wieder stärker über Gold nachgedacht haben“, sagt Blümke.

„Trotz der zuletzt starken Performance erwarten wir allerdings, dass sich der Goldpreis stabilisiert oder sogar sinkt, sollten die realen Renditen oder der US-Dollar steigen oder die Zuflüsse in ETFs sich umkehren.“

Unter Einfluss des Dollars und der US-Staatspapiere

Trotz der Beliebtheit von Gold als sicherer Hafen, sollten Investoren andere Assets zur Stabilisierung nicht aus den Augen verlieren, meint Blümke.

„Historisch gesehen werden US-Treasuries und der Dollar ebenfalls als sichere Anlagen gesehen. Sollte der Handels- und Währungskrieg eskalieren, dürften sich beide Vermögenswerte gut entwickeln. In einem solchen Szenario gehen wir davon aus, dass alle drei Anlagen – Gold, Dollar und US-Staatspapiere – parallel ansteigen.“

Unter der Annahme, dass es für jede Safe-Haven-Staatsanleihe eine Untergrenze in Bezug auf die Rendite gibt, sei die inhärente Asymmetrie von Gold ein weiterer positiver Faktor. „Theoretisch hat der Goldpreis keine Obergrenze“, sagt Blümke. Für sichere Währungsanlagen neben dem US-Dollar würden sich zudem Schweizer Franken und der Japanische Yen anbieten.

Größte Stärke: Diversifizierenden Eigenschaften

„Im Ethna-Aktiv lag unsere Goldallokation bisher in diesem Jahr zwischen null und fünf Prozent“, sagt Blümke.

„Wir schätzen Gold wegen seiner diversifizierenden Eigenschaften. Deshalb spiegeln die Veränderungen unseres Exposures nicht nur unsere Erwartungen an den Goldpreis wider, sondern wir überprüfen und passen unsere Goldallokation auch regelmäßig im Hinblick auf die Gesamtveränderungen unseres Portfolios an. Dies ermöglicht es uns, unsere Asset Allokation auf der Grundlage unserer veränderten Makrosicht zu optimieren.“

Foto: Shutterstock

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