Viel Arbeit

Foto: Florian Sonntag
Frank O. Milewski, Chefredakteur Cash.

Beim Thema Nachhaltigkeit oder auch Verantwortungsbewusstes Investieren – es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Begriffen, um ökologische und ethisch-soziale Investments zu beschreiben – hat man den Eindruck, dass in den letzten Wochen und Monaten die Handbremse gelöst wurde. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht einer der Player am Markt die Ausrichtung seiner Angebotspalette oder sogar der Gesamtstrategie des Unternehmens auf nachhaltige Ziele bekannt gibt. Regelmäßig beschleicht mich dabei aber auch der Gedanke, dass es oft nicht wirklich ernst gemeint sein kann. Insbesondere dann nicht, wenn das Unternehmen bis dato gar nicht als nachhaltiger Player in Erscheinung getreten ist. Im Sinne der politischen Vorgaben ab dem kommenden Jahr, die der Finanzindustrie den allumfassenden Fokus Nachhaltigkeit auferlegen, ist das aber nicht gerade förderlich.

Grüne Megawelle sinnvoll kanalisieren

Das zeigt auch die Diskussion von Nachhaltigkeits-Experten, deren Unternehmen bereits seit vielen Jahren im Segment des Verantwortungsbewussten Investierens tätig sind. Nachhaltigkeit ist gerade für den Vertrieb alles andere als trivial. Fehlende Standards und damit eine eindeutige Klassifizierung von Produkten und Anbietern erschwert den Zugriff auf das Thema. Dass die Politik hier ab 2021 entsprechende Leitplanken setzen will ist deshalb richtig und wichtig, um die grüne Megawelle, die auf uns zurollt, auch nur im Ansatz zu kanalisieren. Das entbindet Vermittler und Berater jedoch nicht davon, sich auch selbst vertiefend mit dem immer wichtiger werdenden Thema bestmöglich auseinander zu setzen. Es bleibt also noch viel Arbeit.

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