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12. Januar 2015, 09:22
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KAGB: Starke Einschränkungen für Zweitmarktfonds

Die KAGB-Regulierung hat den Markt für Sachwertanlagen schwer gebeutelt. Auch für neue Zweitmarktfonds sieht das Regelwerk wesentliche Einschränkungen vor. So dürfen diese nur in Zielfonds investieren, die KAGB-reguliert sind.

KAGB

Für Altfonds besteht laut Rechtsanwalt Prof. Dr. Thomas Zacher zumindest eine Interpretationsunsicherheit: “Deshalb greifen derzeit viele ‚alte‘ Zweitmarktfonds zu Notlösungen.”

Eine wesentliche Einschränkung für neue Zweitmarktfonds ergibt sich aus Paragraf 261 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB). Dort hat der Gesetzgeber definiert, in welche Vermögensgegenstände Publikums-AIF investieren dürfen: Die Investition in Anteile geschlossener Publikums-AIF bzw. Spezial-AIF ist erlaubt, wenn diese nach Maßgabe der KAGB-Vorschriften investieren.

Nur in KAGB-konforme Zielfonds investieren

Fonds, die vor dem 22. Juli 2013 aufgelegt wurden und nicht den Vorschriften des KAGB entsprechen, sind nicht als zulässige Vermögensgegenstände aufgeführt. Das bedeutet: Neue Zweitmarktfonds dürfen nur in Zielfonds investieren, die KAGB-reguliert sind.

“Diese Auffassung geht auch aus einem Anschreiben der BaFin an einen Marktteilnehmer hervor, welches in der Branche vielfach diskutiert wird”, erklärt Rechtsanwalt Prof. Dr. Thomas Zacher, Partner der Kanzlei Zacher & Partner in Köln.

Ein praktisches Problem besteht nach seiner Einschätzung auf jeden Fall: “Für neue Zweitmarktfonds wird es voraussichtlich über Jahre hinweg keine geeigneten Zielfonds geben, da insoweit die Beschränkung auf regulierte Fonds eindeutig ist.”

Interpretationsunsicherheit bei Altfonds

Neue “KAGB-Zielfonds” sind aber gerade erst auf dem Markt und in der Regel dauert es einige Jahre ab Platzierungsstart, bis Anteile eines Fonds am Zweitmarkt gehandelt werden.

Seite zwei: Beschränkung auf Handelsplattformen nicht praktikabel

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