EZB-Präsidentin Lagarde: „Wir haben einige Prognosefehler gemacht“

EZB-Präsidentin Christine Lagarde
Foto: Picture-Alliance/EPA
EZB-Präsidentin Christine Lagarde: "Was wir jetzt sehen, ist hartnäckiger und von einer Größenordnung, die niemand erwartet hat.“

Notenbank-Chefin bekräftigt Entschlossenheit im Kampf gegen die Inflation. Stabile Preise bei Preissteigerungsrate von zwei Prozent angestrebt.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat die Entschlossenheit der Notenbank im Kampf gegen die extrem hohe Inflation bekräftigt. „Wir werden tun, was wir tun müssen. Das heißt, die Zinsen in den nächsten Sitzungen erhöhen“, sagte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittwoch zum Auftakt einer Veranstaltung von Atlantik-Brücke und Atlantic Council in Frankfurt. Wenn die EZB ihren Auftrag zur Gewährleistung von Preisstabilität nicht erfülle, „würde das der Wirtschaft viel mehr schaden“.

Die Notenbank strebt für den Euroraum mittelfristig stabile Preise bei einer Inflationsrate von zwei Prozent an. Im August lagen die Verbraucherpreise im Währungsraum um 9,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Vor allem stark gestiegene Energiepreise und Lieferengpässe heizen seit Monaten die Teuerung an.

EZB räumt Prognosefehler ein

Die Euro-Währungshüter hatten die steigende Inflation lange als vorübergehendes Phänomen interpretiert. Zudem gab es Sorgen, mit einer zu schnellen Normalisierung der seit Jahren ultralockeren Geldpolitik die Konjunktur abzuwürgen. „Wir haben einige Prognosefehler gemacht, wie jeder andere auch“, sagte Lagarde. „Was wir jetzt sehen, ist hartnäckiger und von einer Größenordnung, die niemand erwartet hat.“ (dpa-AFX/IhreVorsorge)

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