Institutionelle setzen verstärkt auf Private Equity

Family Offices und Versicherer waren in den vergangenen zwei Jahren beim Ausbau der Zielallokationen für Private Equity tonangebend. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Global-Private-Equity-Barometer von Coller Capital.

Die Umfrage erfasst die Ansichten von 115 Private-Equity-Anlegern weltweit.

Zwei Drittel der Family Offices und die Hälfte aller Versicherungsgesellschaften haben demnach ihre Allokationen erhöht.

Die Erhöhung sei der soliden Performance dieser Anlageklasse im Niedrigzins-Umfeld zu verdanken: Ein Viertel der institutionellen Private-Equity-Anleger (Limited Partners) konnten laut Umfrage seit Auflage ihres Private-Equity-Portfolios Nettojahresrenditen von mindestens 16 Prozent erwirtschaften, sieben von zehn Investoren konnten Nettorenditen von mindestens elf Prozent erzielen.

Steigendes Interesse im deutschsprachigen Markt

„In einem Umfeld weiterhin niedriger Zinsen stellt der steigende Renditedruck institutionelle Investoren vor immer größere Herausforderungen. Insbesondere Versicherer mit langfristigen, garantierten Zahlungsversprechen sind auf Anlageerfolge jenseits der traditionellen Investments in Staats- und Unternehmensanleihen angewiesen, die die nötigen Erträge nicht mehr liefern. Vor diesem Hintergrund bleiben Private-Equity-Investments unter Renditegesichtspunkten attraktiv“, sagte Michael Schad, Partner bei Coller Capital.

Mit der Erwartung, dass diese Anlageklasse in den nächsten Jahren weiterhin zweistellige Renditen erwirtschaften wird, zeige sich auch im deutschsprachigen Markt auf Seiten der Versicherer ein zunehmendes Interesse an Private Equity.

Das aktuelle Global-Private-Equity-Barometer erfasste im Frühjahr 2014 die Ansichten von 115 Private-Equity-Anlegern weltweit. (kb)

Foto: Shutterstock

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