Trotz Corona: Schroders sammelt über 400 Millionen Euro für Hotelfonds ein

Foto: Schroders
Robin Hubbard, Schroders: “Beispiellose Zeiten.”

Die Immobilien-Sparte des Investment und Asset Managers Schroders hat nach einer weiteren Schließung bisher 425 Millionen Euro an Kapitalzusagen für seinen ersten Hotelfonds, den Schroder European Operating Hotels Fund I, eingesammelt. Die für diese Branche besonders gravierenden Auswirkungen der Pandemie waren dafür kein Hinderungsgrund.

Die Immobilien-Sparte des Investment und Asset Managers Schroders hat nach einer weiteren Schließung bisher 425 Millionen Euro an Kapitalzusagen für seinen ersten Hotelfonds, den Schroder European Operating Hotels Fund I, eingesammelt. Die für diese Branche besonders gravierenden Auswirkungen der Pandemie waren dafür kein Hinderungsgrund.

Schroders strebt für den geschlossenen, in Luxemburg domizilierten Fonds ein Eigenkapitalvolumen von 500 Millionen Euro an. Der überwiegende Teil der bislang erhaltenen Kapitalzusagen stammt von einigen der größten Versicherungsgesellschaften Europas. Das geht aus in einer Mitteilung von Schroders hervor.

Der Fonds unterscheidet sich demnach von vielen traditionellen Hotel-Investmentfonds und -Fondsmanagern, die Hotelimmobilien erwerben, die an einen Markenhotel-Betreiber vermietet sind. Für den Schroder-Fonds werden hingegen Hotelimmobilien erworben, um sie eigenständig oder auf der Grundlage eines Franchise- oder Hotelmanagementvertrags zu betreiben.

Im Fokus der Anlagestrategie stehen Drei- bis Fünf-Sterne-Hotels in westeuropäischen Geschäfts- und Freizeitzielen, die bisher nicht optimal gemanagt wurden oder in die zu wenig investiert wurde. Diese werden der Mitteilung zufolge “durch eine selektive Sanierung und Verbesserung der Betriebsabläufe aufgewertet”. Das fast 40-köpfige Team habe in den letzten 15 Jahren mehr als 100 Hotels in ganz Europa gekauft. Davon hat es mehr als 50 davon bereits wieder veräußert. 

“Einige interessante Anlagegelegenheiten”

Frederic de Brem, Head of Schroder Real Estate Hotels: „Die globale Pandemie hat den Freizeit- und Gastgewerbemarkt zwar schwer getroffen, doch dadurch dürften einige interessante Anlagegelegenheiten entstehen. Als Team besitzen wir die Erfahrung und angesichts der dreijährigen Investmentphase des Fonds auch genügend Zeit, um geduldig zu sein und die circa 700 Millionen Euro (einschließlich Fremdkapital) an Fondsmitteln sehr sorgfältig anzulegen.”

Robin Hubbard, Head of Real Estate Capital bei Schroders: „Wir erleben in allen Segmenten des Immobilienmarkts beispiellose Zeiten. Sogar für Büroimmobilien sind die Aussichten schwierig. Deshalb sind wir sehr froh über den Rückhalt unserer Investoren. Sie vertrauen auf das überaus erfahrene Hotel-Team von Schroders und können so an den Chancen teilhaben, die sich nach unserer Erwartung in diesem speziellen Segment ergeben werden. Der Erfolg zeigt sich deutlich: Wir konnten in knapp über sechs Monaten bereits 85 Prozent des angestrebten Eigenkapitalvolumens für einen ‚Premieren-Fonds‘ einnehmen, und das sogar im Zuge der letzten Schließungen auf dem Höhepunkt der Lockdown-Maßnahmen. Die letzte Schließung wird im vierten Quartal 2020 erwartet.”

Ende Dezember 2019 hatte der Fonds bei 300 Millionen Euro seine erste Schließung. Schroder Real Estate ist Teil des Geschäftsbereichs Private Assets von Schroders. Dieser Bereich umfasst die Geldanlage in Private Equity, Infrastruktur und Mikrofinanzierungen sowie Impact Investing, versicherungsgebundene Wertpapiere und verbriefte Kredite. Das verwaltete Gesamtvermögen belief sich zum 30. Juni 2020 auf 45,3 Milliarden Pfund Sterling.

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