Warnung vor Forderungsausfällen bei drei UDI-Vermögensanlagen

Symbolbild

Die Anleger von drei Vermögensanlage-Emissionen, die von der Nürnberger UDI-Gruppe vertrieben worden waren, müssen mit Verlusten bei ihren Nachrangdarlehen rechnen.

Das geht aus Pflichtmitteilungen der drei Emittenten der Nachrangdarlehen hervor, die auch über die Website der Finanzaufsicht BaFin veröffentlicht wurden. Betroffen sind demnach die Emissionen „UDI Energie Festzins 13“, „UDI Energie Festzins 14“ sowie „UDI Immo Sprint Festzins I“.

Den Emittenten stehen demnach jeweils aus der Gewährung von Nachrangdarlehen an mehrere Projektgesellschaften Forderungen gegen diese auf Zins- und Rückzahlung zu. Die Vornahme von Zahlungen auf diese Verbindlichkeiten könne nach den derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnissen einiger dieser Projektgesellschaften nicht aus Jahresüberschüssen oder sonstigem freien Vermögen gezahlt werden.

„Wegen der in den Nachrangdarlehensverträgen vereinbarten Nachrangigkeit der gewährten Darlehen machen diese Projektgesellschaften unter Berufung auf diese Nachrangigkeit und ihre wirtschaftlichen Verhältnisse berechtigterweise ein Leistungsverweigerungsrecht geltend und lehnen zum jetzigen Zeitpunkt die Leistung weiterer Zins- und Rückzahlungen an die Emittentin ab“, heißt es in den Mitteilungen.

Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Forderungsausfalls

Damit besteht jeweils die Gefahr, dass es bei der Emittentin zu einem teilweisen oder vollständigen Forderungsausfall hinsichtlich der noch bestehenden Zins- und Rückzahlungsansprüche gegen diese Projektgesellschaften aus den Nachrangdarlehensverträgen komme. Dieser Umstand sei jeweils geeignet, die Fähigkeit der Emittentin zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen gegenüber den Anlegern auf Auszahlung der Verzinsung und auf Rückzahlung bei der von der Emittentin emittierten Vermögensanlage erheblich zu beeinträchtigen.

Die hauptsächlich auf Erneuerbare Energien konzentrierte UDI-Gruppe war Ende 2018 nach Turbulenzen bei mehreren ihrer Vermögensanlagen zum wesentlichen Teil von der Te Management übernommen worden, die bei einem Teil der Vermögensanlagen auch als Projektpartner fungierte. In diesem Oktober informierte wiederum Te Management über den mittelbaren Übergang der UDI-Gruppe in die Verwaltung und Leitung der Dalasy Beteiligungs- und Kapitalmanagement GmbH. Diese wird den Informationen zufolge operativ von dem Restrukturierungs-Spezialisten Gloria GmbH geführt.

Foto: Shutterstock

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