Catella legt Grundstein für „Grand Central“ in Düsseldorf – langer Vorlauf

Foto: Catella
Visualisierung des Projekts.

Fast sieben Jahre nach dem Erwerb des Grundstücks geht die Projektentwicklung „Grand Central“ in Düsseldorf mit der Grundsteinlegung für 147 Sozialwohnungen in eine erste Realisierung. Die lange Vorlaufzeit ist nicht die einzige Besonderheit des Projekts.

Gebaut werden circa 18.700 Quadratmeter Brutto-Grundfläche für ausschließlich sozial geförderte und preisgebundene Wohnungen, teilt Catella mit. Bis Ende 2023 entstehen 147 öffentlich geförderte Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen mit Größen zwischen 55 und 112 Quadratmetern. Catella betreut diesen Teil des Quartiers, das ansonsten im Eigentum der Adler Group steht.

Besonderheit: Es handelt sich um ein „Social Impact Investment“. Die Eigentümer haben laut Catella einvernehmlich vereinbart, keine laufenden Ausschüttungen in Anspruch zu nehmen und stattdessen diese Beträge voraussichtlich der Diakonie zur Verfügung zu stellen. Damit sollen Sozialarbeiter und -arbeiterinnen bezahlt werden, welche die Bewohnerschaft im Alltag unterstützen. Es sei ein Anliegen der Eigentümer, benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu fördern, zum Beispiel alleinerziehende Frauen.

Familie des Catella-CEO Miteigentümer

Weitere Besonderheit: Klaus Franken, CEO der Catella Project Management, gehört mit seiner Familie auch zu den Eigentümern des Projektes. „Seit 2015 hat Catella in enger Abstimmung mit der Stadt die Quartiersentwicklung ‚Grand Central‘ betrieben und ist nunmehr geschäftsbesorgend für die Eigentümer des Baufeld 10 tätig. Als einer der Eigentümer dieses Teilprojektes freut es mich, dass wir mit dem Investment einen Beitrag leisten können, benachteiligten Menschen unter die Arme zu greifen. Dabei ist unser Anteil der kleinste, denn das Hauptengagement liegt bei einem Düsseldorfer Entrepreneur, der nach der Veräußerung seines Unternehmens das wesentliche Kapital als ‚Social Impact Investment‘ einbringt“, so Franken. Der Düsseldorfer Unternehmer wolle ungenannt bleiben.

Fast sieben Jahre Vorlaufzeit

Catella Project Management betrieb der Mitteilung zufolge ursprünglich die Gesamtentwicklung des Grand Central. Das Grundstück an der Moskauer Straße am Düsseldorfer Hauptbahnhof wurde demnach Anfang 2015 erworben, arrondiert und entwickelt. Dazu wurde ein neuer Bebauungsplan aufgestellt, Baugenehmigungen eingeholt, Abriss, Altlastenentsorgung, Verbau und Baureifmachung durch Catella betrieben. Der Vorlauf bis zur Grundsteinlegung betrug also fast sieben Jahre.

Im Herbst 2019 wurde den Angaben zufolge eine Zusammenarbeit mit der damaligen CG Gruppe vereinbart, die für die bauliche Realisierung aller Baufelder verantwortlich sein sollte und vor allem die geplanten Hochhäuser und Eigentumswohnungen übernehmen wollte. „Die CG Gruppe wurde jedoch als gesamtes Unternehmen an die Consus AG verkauft und jene wiederum an die heutige Adler-Gruppe übertragen, die auf diesem Wege nunmehr das Eigentum der anderen Baufelder hält“, berichtet Catella.

Oberbürgermeister: „Auf Baubeginn wirklich lange gewartet“

Aufgrund von „offenbar fusionsbedingten Verzögerungen bei der Adler Gruppe“ habe Catella mit den Eigentümern des Baufeldes 10 nunmehr eine weitgehend autarke Realisierung des Baufeldes 10 beschlossen und das Bauunternehmen Nessler Bau mit der Realisierung beauftragt. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller wird in der Mitteilung zitiert: “Ich freue mich, dass das Projekt Grand Central, auf dessen Baubeginn wir alle wirklich lange gewartet haben, nun endlich startet.“

Erst vor einer Woche hatte Catella durch einen entsprechenden Bebauungsplan grünes Licht der Stadt für ein weiteres Großprojekt in Düsseldorf, die „Düssel-Terrassen“, erhalten. Das Unternehmen kündigt zudem bereits die nächsten Grundsteinlegung am 2. Dezember an. Sie erfolgt im Projekt „Seestadt“ für die ersten 248 Wohnungen im Quartier, das insgesamt circa 2.000 Wohnungen und circa 2.000 Arbeitsplätze in gewerblichen Flächen umfassen werde.

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