Crowdinvesting: „Riesiges ungenutztes Potenzial“

Kreis aus Geldscheinen und Münzen um das Wort Crowdinvesting

Die Anlageform des Crowdinvestments ist vielen Menschen noch gänzlich unbekannt. 53 Prozent der Deutschen haben von Crowdinvesting im Immobilienbereich noch nie gehört. Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Plattform Achtstein Invest AG.

Weitere zwölf Prozent der Befragten kennen den Begriff Crowdinvesting, wissen jedoch nicht genau, was darunter zu verstehen ist, teilt Achtstein Invest mit. Wird Verbrauchern die Anlageform erklärt, steige deren Investitionsbereitschaft hingegen deutlich an. Nach einer kurzen Erläuterung des Investitionsmodells hielten 32 Prozent der Umfrageteilnehmer Crowdinvesting für eine attraktive Möglichkeit, um vom Wachstum der deutschen Immobilienmärkte zu profitieren. Nur 21 Prozent waren gegenteiliger Meinung. 47 Prozent wollten auch nach der Erläuterung keine eindeutige Aussage treffen.

Für Jürgen Mertens, CEO von Achtstein Invest, ist das Ergebnis der Befragung ein klarer Auftrag an die Branche: „Anleger halten Crowdinvesting für hochattraktiv, vorausgesetzt sie werden von den Anbietern über die Details aufgeklärt. Gleichzeitig sehen wir in Deutschland noch ein riesiges ungenutztes Potenzial für alternative Investmentmöglichkeiten, welches es zu heben gilt.“ Zielgruppe von Achtstein Invest seien keine Investmentprofis, sondern private Kleinanleger. „Sie müssen über die Vorteile von Crowdinvesting stärker als bisher aufgeklärt werden“, so Mertens.

Künftiges Wachstumspotenzial

Auch ein zweiter Befund deutet nach Einschätzung des Unternehmens auf künftiges Wachstumspotenzial für Crowdinvesting hin: Immerhin 31 Prozent der Befragten glauben, dass im Zuge der Coronapandemie digitale Anlagemöglichkeiten wie Crowdinvesting gegenüber klassischen Investments bevorzugt genutzt werden. 25 Prozent sind diesbezüglich skeptisch.

„Die Ergebnisse bestätigen den Eindruck, den wir als Anbieter von Online-Investments schon länger haben: Die Menschen wollen in Zeiten der Pandemie nicht nur digital einkaufen, sondern auch verstärkt auf diesem Weg ihr Geld investieren“, erklärt Jürgen Mertens. „Kunden möchten sich vermehrt den Weg zur Bankfiliale sparen und stattdessen ihr Geld bequem vom Smartphone, Tablet oder PC aus investieren. Bei uns können sie darüber hinaus auch die Performance der Geldanlage jederzeit transparent einsehen.“

Mittlere Anlagesummen bevorzugt

In Bezug auf die Anlagesumme würden gemäß der Umfrage 32 Prozent der Befragten gerne maximal 1.000 Euro investieren. Viele Menschen sind aber auch bereit, größere Summen zu investieren. So kann sich von den investitionsbereiten Befragten eine relative Mehrheit von 43 Prozent vorstellen, Beträge von 1.001 bis 10.000 Euro in Crowdinvestments anzulegen. Mehr als 10.000 Euro würden lediglich sieben Prozent der potenziellen Investoren anlegen.

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH im Auftrag von Achtstein Invest, an der 2.061 Personen zwischen dem 9. und 11. Dezember 2020 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind der Mitteilung zufolge repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Die Crowdinvesting-Plattform Achstein Invest ist Anfang März 2021 mit ihrem ersten Projekt neu an den Markt gegangen. Ab 100 Euro können Anleger in zwei Doppelhaushälften in Mönchengladbach-Wickrath investieren, die auf Basis einer Stahlprofilkonstruktion industriell vorgefertigt sind. Dadurch kann laut Achtstein Invest mit rund 30 bis 40 Prozent weniger Rohbaukosten gerechnet werden. Die angestrebte Verzinsung liegt bei 6,6 Prozent pro Jahr. Die Fundingsumme beträgt 600.000 Euro und befindet sich noch in der Platzierung. Laut Mertens sind weitere Projekte mit Häusern in Stahl-Leichtbauweise geplant, das Unternehmen ist aber nicht darauf beschränkt.

Foto: Shutterstock

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