Plattform Zinsbaustein verzeichnet Rekord-Quartal

Zinsbaustein Geschäftsführer Volker Wohlfarth vor einer Backsteinwand
Foto: Zinsbaustein / Robert Lehmann
Volker Wohlfarth, geschäftsführender Gesellschafter von Zinsbaustein.

In den ersten drei Monaten des Jahres 2022 wurden rund 20 Millionen Euro über die digitale Immobilieninvestment-Plattform von Zinsbaustein investiert. Der größte Teil entfiel indes nicht auf kleinteilige Crowdinvestments, sondern auf "Club Deals".

“Das erste Quartal 2022 ist das erfolgreichste unserer Unternehmensgeschichte”, so Volker Wohlfarth, geschäftsführender Gesellschafter von Zinsbaustein. Vor allem „Club Deals“ seien beliebt. Diese Vermögensanlagen sind auf 20 Anleger begrenzt und starten ab einem Mindestinvestment von 50.000 Euro. Solche Emissionen sind im Wesentlichen von den Vorschriften des Vermögensanlagengesetzes ausgenommen.

Das eingesammelte Kapital floss im ersten Quartal 2022 in sechs unterschiedliche Projekte. Das schnellste Funding, eine Unternehmensfinanzierung durch die Crowd für den Projektentwickler Paulus Wohnbau GmbH, erreichte Zinsbaustein zufolge bereits nach wenigen Stunden das Ziel von fünf Millionen Euro.

Die restlichen 15 der rund 20 Millionen Euro im Q1 entfielen auf Club Deals. Fünf solcher Projekte wurden in den ersten drei Monaten über die Plattform (mit-)finanziert, mit Einzelinvestitionen von 50.000 Euro bis hin zu zwei Millionen Euro: Ein Wohnquartier mit mehr als 500 Neubauwohnungen, jeweils eine Wohnimmobilie in Berlin und München, der Neubau eines Hotelgebäudes in Nordrhein-Westfalen und ein Serviced-Apartments-Projekt in München.

160.000 Euro pro Club-Deal-Anleger

Durchschnittlich investierten Club-Deal-Anleger und -innen rund 160.000 Euro pro Einzelinvestment bei einer geplanten Verzinsung zwischen sieben und acht Prozent pro Jahr – je nach Projekt. Das höchste Club-Deal-Einzelinvestment bei Zinsbaustein betrug zwei Millionen Euro.

“Im aktuellen Niedrigzinsumfeld und mit Blick auf bestehende Strafzinsen sind insbesondere vermögende Privatanlegerinnen auf der Suche nach Investment-Alternativen. Hierbei nutzt auch diese Zielgruppe das Internet nicht nur zur Recherche von alternativen Investment-Möglichkeiten, sondern investiert selbstverständlich online über unsere Plattform. Diese ‘Educated Decision Maker’ informieren sich auch telefonisch und per E-Mail bei unserem Kundenmanagement, um im Detail die Deals zu verstehen“, so Wohlfarth. In dem Fall geht es also nicht nur rein digital zu.

Im gesamten Vorjahr hatte Zinsbaustein insgesamt 18 Finanzierungen mit einem Gesamtvolumen von 44,2 Millionen Euro vermittelt. Davon waren neun Club Deals, die 2021 insgesamt mehr als der Hälfte des Jahresvolumens ausmachten. Seit Kurzem kann auch der Alternative Investmentfonds (AIF) „ImmoChance Deutschland 11 Renovation Plus“ (ICD 11 R+) von Primus Valor digital über die Zinsbaustein-Plattform gezeichnet werden. Der Fonds investiert mit dem Schwerpunkt Bestands-Wohnimmobilien sowie deren Aufwertung einschließlich energetischer Sanierung.

Markus Kreuter, der als Geschäftsführer die Real Estate Seite bei Zinsbaustein verantwortet, sieht in diesem Bereich auch Potenzial für kurzfristige (Zwischen-)Finanzierungen („Mezzanine“). „Wir sind dabei, die Varianten der Finanzierungsstrukturen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Gerade der Bereich der energetischen Sanierung von Altimmobilien wird einen erhöhten Mittelbedarf hervorrufen. Hier werden geeignete Mezzanine-Produkte eine gewichtige Rolle spielen, auf die wir vorbereitet sind”, kündigt er an.

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