Savills IM steigert Transaktionen 2021 – weiterer Objekterwerb

Savills Deutschland-Chefin Carolina von Groddeck
Foto: Savills IM
Carolina von Groddeck, Head of Germany bei Savills IM: "Thema 'Nachhaltigkeit' kein kurzfristiger Trend."

Der Immobilien-Investmentmanager Savills IM hat 2021 insgesamt ein Transaktionsvolumen von rund 4,1 Milliarden Euro für seine Immobilien- und Finanzierungs-Plattformen erreicht. Aktuell hat er ein weiteres Objekt für seinen European Food Retail Fund (EFRF) erworben.

Aktuell meldet Savills Investment Management (IM), für den Fonds EFRF in das Nahversorgungszentrum „Enschede Zuid“ in den Niederlanden investiert zu haben. Der Kaufpreis liegt bei rund 30 Millionen Euro. Verkäufer ist der Entwickler und Eigentümer DC Vastgoed. Die Akquisition umfasst zwei Supermärkte und 16 Geschäfte des täglichen Bedarfs mit einer Gesamtnutzfläche von rund 9.750 Quadratmetern. Das Nahversorgungszentrum mit einem Mix an Geschäften wurde 2018 umfassend saniert und modernisiert.

Im Dezember 2021 wurde zudem für eine im Bau befindliche Immobilie in Dublin, die nach der Fertigstellung zwei Supermärkte beherbergen wird, ein Forward Purchase über einen Kaufpreis von 25,8 Millionen Euro abgeschlossen. Verkäufer ist der Entwickler Quintain Ireland. Das Objekt mit insgesamt rund 5.600 Quadratmetern Mietfläche soll Ende 2022 fertiggestellt sein. Die beiden Einheiten sind bereits langfristig an die Marktführer Tesco und Aldi vorvermietet.

Supermarkt-Portfolio in Dänemark

Das erste Investment des EFRF war ein dänisches Supermarktportfolio mit 38 innerstädtischen Objekten mit einem Gesamtvolumen von circa 140 Millionen Euro. Die Objekte sind mit einer Laufzeit von 15 Jahren an den Lebensmitteldiscounter Rema 1000 Denmark vermietet. Darüber hinaus wurde das Nahversorgungszentrum „Bos en Lommerplein“ in Amsterdam mit drei Supermärkten und 27 Geschäften des täglichen Bedarfs für 51 Millionen Euro erworben.

Der Investmentfokus des Fonds liegt nun auf weiteren Supermarktportfolios und Nachbarschaftszentren in allen europäischen Investmentmärkten, insbesondere in Spanien, Italien, Großbritannien, Irland, Benelux und den Nordics. Der auf den Lebensmitteleinzelhandel fokussierte deutsche Spezialfonds EFRF wurde im Dezember 2020 aufgelegt. Die bisherigen Kapitalzusagen belaufen sich auf rund 300 Millionen Euro von deutschen institutionellen Investoren.

2021 weltweit circa 3,4 Milliarden Euro Transaktionen

Insgesamt hat Savills IM 2021 weltweit circa 3,4 Milliarden Euro Transaktionen getätigt, davon 2,6 Milliarden Euro in Europa und 670 Millionen Euro in Asien. Die weltweiten Transaktionen umfassten Akquisitionen in Höhe von über 2,1 Milliarden Euro und Veräußerungen in Höhe von über 1,2 Milliarden Euro.

Im vergangenen Jahr erfolgten insgesamt 90 Transaktionen in 13 Ländern, ein Anstieg von 21 Prozent gegenüber 2020. Die Logistikplattform von Savills IM beendete 2021 dabei mit einem Transaktionsvolumen von über 1,5 Milliarden Euro. Die Büro- und Einzelhandelsplattformen der Gruppe waren mit einem Transaktionsvolumen von mehr als 580 Millionen Euro in jedem der beiden Sektoren ebenfalls sehr aktiv.

Für institutionelle Investoren aus Deutschland transferierte Savills IM rund 710 Millionen Euro. Hiervon entfielen knapp 500 Millionen Euro auf Ankäufe und etwa 210 Millionen auf Verkäufe. Das Unternehmen verwaltet Immobilien in Deutschland für rund 2,7 Milliarden Euro.

Eine Milliarde Euro für drei Debt-Strategien

DRC Savills IM, eine auf Gewerbeimmobilien spezialisierte Debt-Plattform von Savills IM, verzeichnete 16 Finanzierungen in Höhe von insgesamt circa 760 Millionen Euro. Die Investitionen wurden in allen drei von DRC Savills IM angebotenen Debt-Srategien getätigt: Core Plus Senior, Whole Loans und High Yield Debt. DRC Savills IM hat darüber hinaus weiteres Kapital für seine drei Debt-Strategien in Höhe von rund einer Milliarde Euro erhalten.

Carolina von Groddeck, Head of Germany bei Savills IM: „Auch 2021 haben die Herausforderung durch die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wie veränderte Inflationserwartungen und die COVID-19-Pandemie nicht abgenommen. Die durch die Pandemie beschleunigten Trends und Entwicklungen hin zum Onlinehandel, flexibler Büroarbeit und die Digitalisierung sind in vollem Gang. Vor allem das Thema „Nachhaltigkeit“ hat weitreichende Konsequenzen – es zeigt sich, dass dies kein kurzlebiger Trend sondern von grundlegender Bedeutung für unser aller Zukunft ist, auch bei Immobilien.“

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