Anzeige
7. Juli 2014, 08:01
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Private Equity: Skepsis beim Mittelstand

Laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Roland Berger erwarten 88 Prozent der Marktteilnehmer im Bereich Private Equity, dass Transaktionen in diesem Jahr überwiegend mittelständische Unternehmen betreffen werden. Die Skepsis bei den Mittelständlern ist allerdings oftmals noch groß.

Private Equity

Michael Motschmann, Vorstand der MIG Verwaltungs AG: “Wir sind in der Regel die wichtigste Quelle für Wachstumskapital für junge wachstumsfokussierte Geschäftsmodelle und nehmen damit eine wichtige volkswirtschaftliche Aufgabe wahr.”

Sonnige Aussichten für den europäischen Private-Equity-Markt: Dies prognostizierte Anfang des Jahres Roland Berger Strategy Consultants.

Laut einer Umfrage erwarten 82 Prozent der Marktteilnehmer, dass Firmenakquisitionen mit Beteiligung von Private-Equity-Gesellschaften 2014 zunehmen werden.

Wettbewerb um Zielunternehmen wächst

Die internationale Zunahme der Private-Equity-Aktivitäten hat für die Emissionshäuser allerdings einen negativen Nebeneffekt: Der Wettbewerb um vielversprechende Zielunternehmen wächst, die Initiatoren müssen sich darin behaupten.

Die MIG-Fonds waren nach Einschätzung von Michael Motschmann, Vorstand der MIG Verwaltungs AG, in den vergangenen Jahren stets unter den aktivsten Venture-Capital-Investoren im deutschsprachigen Raum.

“Wir haben uns dabei einen guten Ruf erworben. Deshalb sind wir der Adressat einer Fülle von Finanzierungsanfragen. In unseren Segmenten sehen wir vermutlich 80 bis 90 Prozent aller zur Finanzierung anstehenden Unternehmen”, schätzt er.

“Sparringspartner” der Unternehmer

Ein wichtiger Faktor im Wettbewerb ist für Fidura-Geschäftsführer Klaus Ragotzky, “Sparringspartner” der Unternehmer bei der Aufgabe zu sein, die Herausforderungen eines überdurchschnittlichen Wachstums zu bewältigen.

Der aufgeklärte Unternehmer erwarte von einem Finanzinvestor nicht nur Kapital, sondern auch unternehmerisches Know-how und Netzwerke. “Nichts missbilligen Unternehmer mehr als Finanzinvestoren, die nicht in der Lage oder willens sind, das Produkt zu verstehen”, sagt er.

Transaktionen betreffen Mittelständler

Mit Blick auf die Größe der Übernahmekandidaten erwarten 88 Prozent der von Roland Berger Strategy Consultants befragten Marktteilnehmer, dass die Transaktionen überwiegend mittelständische Unternehmen betreffen werden – für ein Akquisitionsvolumen von maximal 250 Millionen Euro.

“Diese Erwartung spiegelt insbesondere die mittelständisch geprägte Unternehmenslandschaft von Private-Equity-starken Ländern wie Deutschland wider”, erklärt Gerd Sievers, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants.

“Darüber hinaus stehen immer noch viele mittelständische Unternehmen vor der Problematik, ihre Nachfolgeregelung zu lösen. In dieser Hinsicht öffnen sich immer mehr Firmen auch gegenüber externen Investoren.”

Skepsis oftmals noch groß

Dennoch ist die Skepsis oftmals noch groß. Junge Unternehmer stehen nach Einschätzung von Ragotzky Private Equity offener gegenüber als Mittelständler, die über Jahre hinweg mit traditionellen Finanzierungsformen ihre Unternehmen finanziert haben.

Zu groß sei die Furcht, dass durch einen Private-Equity-Investor die Unternehmenskultur zerstört werde oder dass man nicht mehr Herr im eigenen Haus sei. “Junge Unternehmer wollen hingegen stärkeres Wachstum mit neuen Produkten in neuen Märkten erzielen und sind hierfür viel häufiger bereit, auch neue Gesellschafter aufzunehmen, sofern sie ihren hohen Ansprüchen genügen”, sagt er.

Seite zwei: Frisches Kapital als Grundvoraussetzung

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

bAV-Reform vor allem für Niedrigverdiener attraktiv

Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) sieht in der Einigung der Koalitionsfraktionen auf eine Stärkung der Betriebsrente vor allen Dingen Vorteile für Niedrigverdiener sowie kleine und mittlere Unternehmen.

mehr ...

Immobilien

Bank of America stößt Vonovia ab

Aktien von Vonovia sind nicht mehr Teil des Portfolios der Bank of America, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht. Zuvor war die Bank einer der größten Aktionäre des Immobilienunternehmens.

mehr ...

Investmentfonds

BNP Paribas bündelt Privatkunden- und institutionelles Geschäft

Unter der Marke BNP Paribas Asset Management (BNPP AM) führt der Assetmanager der BNP Paribas Gruppe ab dem 1. Juni 2017 seine Investmentlösungen für institutionelle und private Investoren zusammen.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Prospekthaftung: BaFin gibt Entwarnung – ein wenig

Die BaFin hat gegenüber Cash. zu einem BGH-Urteil Stellung genommen, das einen von ihr geprüften Fondsprospekt mit deutlichen Worten kassiert hatte und damit auch Fragen zur Rechtssicherheit aktueller Emissionen aufwirft.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...