27. August 2014, 10:32
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Kosten von einer Million Euro für KVG-Gründung”

Mit Dr. Jörg W. Stotz, Geschäftsführer von Hansainvest, sprach Cash. über die Vorteile einer Service-KVG, die Vorbehalte einiger Initiatoren und die Zusammenarbeit mit den Asset Managern in der Praxis.

Service-KVG

“Unsere Branche muss für sich erkennen, dass in der Produktion und der Verwaltung die gleichen wirtschaftlichen Gesetze gelten wie in anderen Industrien dieser Welt.”

Cash.: Welche Vorteile bietet die Inanspruchnahme einer Service-KVG?

Stotz: Über allem steht ein Gewinn an Effektivität und Effizienz, denn das Prinzip der Service-KVG basiert im Kern auf der Idee der Aufgabenteilung, bei der sich beide Partner auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. So konzentriert sich der Initiator eines Fonds auf das Portfoliomanagement und den Vertrieb. Die Service-KVG übernimmt die Administration des Investmentvermögens.

So umfasst unser Angebot für geschlossene Fonds unter anderem die Übernahme von Compliance und Risikomanagement sowie des Berichtswesens. Der Initiator profitiert so vom bestehenden Know-how des Dienstleistungsanbieters in der Auflegung und Administration von Fonds. Die Folge ist auch eine schnelle Umsetzbarkeit des Fondsprojekts.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich in Bezug auf die Kosten, denn durch die Zusammenarbeit mit einer externen Service-KVG profitiert der Initiator von deren Skaleneffekten. Das ist für ihn bzw. seine Fonds mit einem deutlich geringeren finanziellen Aufwand verbunden als für die Gründung und den laufenden Betrieb einer eigenen KVG. Auch von der Vertriebsseite der Emissionshäuser bekommen wir die Rückmeldung, dass der Einsatz einer externen Service-KVG ein Plus an Vertrauenswürdigkeit durch die Kontrolltätigkeiten einer zusätzlichen Instanz bedeutet.

Die Emissionshäuser, die sich für die Auslagerung an eine Service-KVG entschieden haben, sind derzeit in der Unterzahl. Einige Initiatoren schreckt offenbar ab, dass die Service-KVG Einfluss auf Entscheidungen über Produkte und Investments nehmen kann. Sind solche Sorgen berechtigt?

Diese Sorgen wären nachvollziehbar, wenn eine Einflussnahme im laufenden Geschäftsbetrieb erfolgen würde. Die wesentlichen Entscheidungen hinsichtlich der Produkt-, also der Fondskonzeption sowie der zu tätigenden Investments werden aber bereits vor der tatsächlichen Auflegung eines Investmentvermögens getroffen. Und deshalb werden sie auch im Vorwege zwischen Initiator und KVG besprochen und dann im Rahmen der Vertragsbedingungen des Investmentvermögens fixiert.

Seite zwei: Antwort auf die Frage “Make or Buy?”

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



 

Versicherungen

E-Scooter: Freizeitspaß oder New Mobility?

Seit Juni sind E-Scooter in Deutschland offiziell zugelassen. Das Interesse scheint groß. Aktuelle Befragungswerte zeichnen ein gemischtes Bild. Laut GfK haben 5 Prozent der Befragten in Deutschland  bis Anfang Juli einen E-Scooter getestet und weitere 25 Prozent möchten eine Fahrt damit ausprobieren oder denken über einen Kauf nach. 70 Prozent zeigen hingegen gar kein Interesse.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Anschluss nicht verlieren

Die Niedrigzinsphase hält mittlerweile seit über zehn Jahren an. Zahlreich Immobiliendarlehen haben eine erste Laufzeit von 10 oder 15 Jahren. Das führt dazu, dass viele tausende Immobilienbesitzer aktuell und in den kommenden Jahren auf eine Anschlussfinanzierung angewiesen sind.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

PSD2: Über den Status Quo

Die Schwierigkeiten bei der rechtzeitigen Umsetzung der EU-Zahlungsdienste-Richtlinie PSD2 lässt deren Potenzial aus dem Blick geraten. Da kann sie noch viel bewirken, denn erst 27 Prozent der deutschen Unternehmen bieten ihren Kunden digitale Bezahlwege an. Das zeigt die repräsentative Studie “Europäische Zahlungsgewohnheiten” 2019 des Finanzdienstleisters EOS.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

Sicherheit auf der Baustelle: Das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ reicht nicht aus

Wer baut, haftet für mögliche Personen- oder Sachschäden auf der Baustelle. Bauherren und Grundstückseigentümer tragen eine Mitverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Absicherung der Baustelle. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbunds.

mehr ...