2. Juli 2015, 17:36
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Prokon wird Genossenschaft

Die Prokon-Anleger wollen die Windenergie-Firma nach der Insolvenz behalten und als Genossenschaft weiterführen. Das beschloss die Gläubigerversammlung am Donnerstag in Hamburg.

Shutterstock 231354394 in Prokon wird Genossenschaft

Für das Genossenschaftsmodell stimmten rund 35 000 Prokon-Anleger.

Ein Kaufangebot des Energieversorgers EnBW über 550 Millionen Euro wurde nicht mehr zur Abstimmung gestellt, nachdem sich die Mehrheit der Gläubiger für die genossenschaftliche Lösung ausgesprochen hatte. Für den Karlsruher Konzern ist das ein herber Rückschlag, nachdem er sich sehr intensiv um die Zustimmung der Anleger bemüht hatte.

“Wir bedauern natürlich diese Entscheidung, denn Prokon und EnBW hätten gut zusammengepasst und gemeinsam die Windkraft in Deutschland noch stärker voranbringen können”, sagte EnBW-Vorstandschef Frank Mastiaux. “Aber wir haben auch großen Respekt für die Verbundenheit der Genussrechtsinhaber mit Prokon, die darin zum Ausdruck kommt.”

Für die EnBW-Strategie, die bereits Mitte 2013 beschlossen wurde, ändere sich dadurch nichts. “Wir werden uns jetzt, wie ursprünglich geplant, auf Maßnahmen vor allem des organischen Wachstums konzentrieren, um unsere Ziele zu erreichen”, sagte Mastiaux.

Mehrere tausend Gläubiger bei der Versammlung

Für das Genossenschaftsmodell stimmten rund 35 000 Prokon-Anleger, die mehr als 800 Millionen Euro Genussrechtskapital vertreten. Mehrere tausend Gläubiger waren in einer Hamburger Messehalle zusammengekommen, um über die Zukunft des Unternehmens zu entscheiden.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Hanse Merkur mit neuem Zahnzusatz-Tarif

Die Hanse Merkur Krankenversicherung AG, Hamburg, ergänzt ihre Zahnzusatz-Produktfamilie: Zwei neue Tarifstufen bieten maßgeschneiderten Schutz für verschiedenste Bedürfnisse.

mehr ...

Immobilien

Vonovia wandelt Schuldverschreibungen in zwölf Millionen Aktien um

Der deutsche Immobilienkonzern Vonovia hat aus der Umwandlung von Wandelschuldverschreibungen rund 11,9 Millionen junge Aktien der übernommenen Buwog bezogen. Das Übernahmeangebot an die Buwog-Aktionäre hatte eine Annahmequote von rund 74 Prozent erreicht.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsch-Chinesische Partnerschaft zur Stärkung im Bereich ESG

NN Investment Partners (NN IP) hat eine Absichtserklärung mit Chinas Fondsgesellschaft China Asset Management Co., Ltd. (China AMC) unterschrieben. Die Absichtserklärung ist die Grundlage, um Möglichkeiten zur gemeinsamen Produktentwicklung auszuloten und gegenseitig die jeweiligen Erfahrungen an den europäischen und chinesischen Kapitalmärkten zu nutzen. Insbesondere soll das Angebot von NN IP und China AMC im Bereich der ESG-Anlageprodukte gestärkt werden.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...