Zweitmarkt: Keine Schnellschüsse

Die Umsätze auf den Zweitmarkt-Handelsplattformen entwickeln sich stabil, die Aussichten für 2015 sind positiv. Doch für neue Zweitmarktfonds sieht das KAGB eine wesentliche Einschränkung vor.

Die Fondsbörse Deutschland und die Deutsche Zweitmarkt AG (DZAG) gehören jetzt zusammen.

Dass die Fondsbörse Deutschland und die Deutsche Zweitmarkt AG (DZAG) jetzt zusammengehören, wurde Mitte November auf einer Fachtagung in Hamburg offensichtlich: Dort standen der DZAG-Vorstand Jan-Peter Schmidt und die Führungscrew der Fondsbörse um Vorstandschef Alex Gadeberg vor Beginn der Veranstaltung einträchtig nebeneinander an einem Bistrotisch und tauschten sich aus.

Funktionierender Zweitmarkt fundamental

Rund vier Wochen zuvor hatten die beiden Handelsplattformen verkündet, dass die Fondsbörse 100 Prozent der Anteile an der DZAG von Salomon Invest und der Atalanta Beteiligungsgesellschaft übernimmt.

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Die Zustimmung der Finanzaufsicht BaFin stand zu diesem Zeitpunkt noch aus, sie liegt aber inzwischen vor. Ein funktionierender Zweitmarkt sei Voraussetzung für die Rückgewinnung des Vertrauens in unternehmerische Beteiligungen insgesamt, erklärten Gadeberg und Schmidt unisono.

Deshalb sei die Idee gereift, den fragmentierten Zweitmarkt zu konzentrieren. „Es geht uns darum, den Markt als Ganzes zu stärken, um damit unsere eigene Geschäftsgrundlage langfristig zu sichern“, sagte Schmidt.

Bündelung von Liquidität

Operativ wollen beide Maklerunternehmen weiter unabhängig voneinander agieren. „Eine Integration der DZAG in die Fondsbörse stand zu keiner Zeit zur Diskussion“, erklärte Gadeberg. „Wir wollen einerseits einen gewissen Wettbewerb im Markt erhalten. Andererseits haben die beiden Unternehmen unterschiedliche Schwerpunkte in ihren Zielgruppen, sodass der Erhalt beider Marken zur passgenauen Bedienung unterschiedlicher Kundengruppen sinnvoll ist.“

Seite zwei: Zusätzliches Personal

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