IDW-Standard: Verbände bleiben uneins

Ganz anders liest sich die Stellungnahme des BSI, der in erster Linie Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGen) zu seinen Mitgliedern zählt. Wie erwartet begrüßt er den neuen Anlauf des IDW und hat nur kleinere Verbesserungsvorschläge.

Das Schreiben von BSI-Hauptgeschäftsführer Eric Romba hat es aus einem anderen Grund in sich: Der Verband wendet sich darin ausdrücklich gegen einen separaten IDW-Standard für Angebote nach dem Vermögensanlagengesetz (VermAnlG).

Aus dem IDW sei zu hören gewesen, dass ein solcher Standard erarbeitet werden soll. „Dies lehnen wir ab“, schreibt Romba. Und weiter: „Wir halten es nicht für sinnvoll, mit einem IDW-Standard ein unreguliertes Produkt ‚zu adeln’.“

[article_line type=“most_read“ cat=“Sachwertanlagen“]

Drohung mit Liebesentzug

Damit setzt der BSI sich nicht nur in Widerspruch zu Votum-Chef Klein, der es für „bedauerlich“ hält, dass in dem IDW-Entwurf neben dem Standard für AIF nicht auch „bereits eine Formulierung eines Standards für Vermögensanlagen gewählt wurde“.

Vielmehr droht Romba auch dem IDW ziemlich unverhohlen mit Liebesentzug, wenn ein solches Vorhaben umgesetzt würde: „Insbesondere wird unter unseren Mitgliedern dadurch die Diskussion verschärft, zu welchem Zweck es überhaupt noch eines IDW S4-Gutachtens bedarf.“ Ziemlich starker Tobak, zumal der Zusammenhang („dadurch“) nicht ohne weiteres nachvollziehbar ist.

Seite drei: Keine gemeinsame Position

1 2 3Startseite
Weitere Artikel
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments