14. April 2016, 09:34
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Anlegeraugen auf bei AIF-Kostenklauseln

Die laufenden Kosten sind bei vielen alternativen Investmentfonds (AIF) eine offene Flanke, vor allem die jährlich anfallenden Gebühren. Anleger sollten sich die Kostenklauseln genau ansehen und sich zwei wichtige Fragen stellen.

Gastbeitrag von Stefan Löwer, G.U.B. Analyse

Kostenklausel

Anleger sollten sich die Kostenklauseln genau ansehen.

Anders als vor der Regulierung dürfen die laufenden Vergütungen bei AIF nicht mehr nach dem nominalen (und konstanten) Eigenkapital bemessen werden, sondern sie müssen sich an dem Nettoinventarwert des Fonds orientieren, für den meist die englische Abkürzung NAV (Net Asset Value) verwendet wird.

Gute Idee, unschöne Praxis

Daneben dürfen geleistete Auszahlungen in bestimmten Grenzen bei der Bemessungsgrundlage berücksichtigt werden.

Die Idee dahinter ist eigentlich nicht verkehrt: Läuft der Fonds gut und hat das Management einen hohen NAV und/oder Auszahlungen erwirtschaftet, wird es durch eine entsprechend hohe Vergütung belohnt und umgekehrt.

In der Praxis hingegen führt die Vorschrift zu einem aus Anlegersicht weit weniger schönen Ergebnis: Da der NAV schwankt und seine Entwicklung zudem ungewiss ist, enthalten die meisten Anlagebedingungen Gebühren “bis zu” einem bestimmten Prozentsatz.

Nicht selten ist dieser so hoch, dass die Rendite des Fonds nachhaltig beeinträchtigt werden würde, wenn die KVG ihren Spielraum bei einem normalen Verlauf des NAV voll ausnutzt.

Seite zwei: Kostenklauseln genau ansehen

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Kreditversicherung: Wirtschaftsministerium will Warenverkehr länger absichern

Das Bundeswirtschaftsministerium strebt eine Verlängerung des Schutzschirms für Warenkreditversicherer an. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums bestätigte die Pläne,  nachdem zunächst die Deutsche Verkehrs-Zeitung darüber berichtet hatte. Das Ministerium stehe in Verhandlungen mit Warenkreditversicherern über eine Verlängerung von Garantien bis zum 30. Juni 2021. Nach jetzigem Stand laufen diese Ende des Jahres aus.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Entscheidung über Wirecard-Verkauf im November?

Der Insolvenzverwalter des Skandalkonzerns Wirecard erwartet für November die Entscheidung über den Verkauf des Kerngeschäfts bei dem insolventen Bezahldienstleister. Das schreibt der Anwalt Michael Jaffé in einem Brief an die Mitarbeiter, über den die “Süddeutsche Zeitung” berichtete.

mehr ...

Berater

Konsolidierung mit Kapital und Köpfen

Suchten Makler in der Vergangenheit Anschluss an einen Pool oder wollten zu einem anderen wechseln, lenkten sie den Blick meist auf die Provisionstabellen. Wettbewerb lief vor allem über die Vergütung und Produktpalette. Diese Zeiten sind vorbei. Natürlich spielen beide Kriterien noch eine Rolle, aber die entscheidende Frage lautet: Wie bewältigt der Pool des Vertrauens die Herausforderungen, die wegen der enorm schnellen und einschneidenden technischen Entwicklung entstehen?

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin nimmt Deutsche Edelfisch DEG II ins Visier

Die Finanzaufsicht BaFin hat den hinreichend begründeten Verdacht, dass die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG in Deutschland Wertpapiere in Form von Schuldverschreibungen ohne das erforderliche Wertpapier-Informationsblatt öffentlich anbietet. Im Markt der Vermögensanlagen ist das Unternehmen nicht unbekannt.

mehr ...

Recht

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...