11. April 2016, 09:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

AIF im AG-Mantel: Ausnahme oder Vorreiter?

Die Deutsche Bank hat erstmals einen geschlossenen Publikums-AIF in Form einer Aktiengesellschaft aufgelegt. Hat die KG bald ausgedient?

Der Löwer-Kommentar

Rechtsform

“Für die meisten geschlossenen Konzepte ist weiterhin die KG besser geeignet.”

Zwei mögliche Rechtsformen erlaubt das KAGB für geschlossene alternative Investmentfonds (AIF): Die Investment-Kommanditgesellschaft (KG) und die Investment-Aktiengesellschaft (AG).

Nur eine davon war bisher relevant: Die KG. Bis vergangene Woche. Da sprang kein geringerer als die Deutsche Bank mit dem Vertriebsstart eines geschlossenen Publikums-AIF in der Rechtsform einer Investment-AG hinter dem Busch hervor.

Der Fonds ihrer Tochtergesellschaft DB Private Equity plant den Aufbau eines Sachwert-Portfolios mit Beteiligungen an Zielfonds aus dem Primär- und Sekundärmarkt sowie Co-Investments aus den Assetklassen Immobilien (50 Prozent), Infrastruktur (40 Prozent) und Transport (zehn Prozent). Anleger können sich ab 10.000 Euro plus Agio beteiligen. Laufzeit bis 2028.

Kein Börsenhandel geplant

Ein typischer Portfoliofonds also. Solche Konzepte werden sonst, etwa von WealthCap, als KG-Fonds aufgelegt. Warum also eine AG? Eine geplante Börsennotierung ist jedenfalls nicht der Grund für die Rechtsform. „Die Aktien sollen nicht zum Handel an einer Börse oder an einem geregelten Markt zugelassen werden“, steht im Verkaufsprospekt.

Das Problem der geringen Fungibilität geschlossener AIF wird durch die Rechtsform also nicht gelöst. Im Gegenteil: Es könne „nicht von dem Bestehen eines Zweitmarktes ausgegangen werden“, so der Prospekt. „Speziell bezüglich geschlossener Fonds in der Rechtsform der geschlossenen Investmentaktiengesellschaft nach dem KAGB bestehen insoweit noch keine Erfahrungswerte.“

Was ist es dann? Auf Nachfrage verweist die Deutsche Bank vor allem darauf, dass die AG „im operativen Handling für den Kunden ein wesentlich einfacheres Vehikel“ sei. Das betreffe zum Beispiel die Verbuchung und den Ausweis als Wertpapier im Depot sowie die zentrale Verwaltung und Abrechnung über die depotführende Stelle.

Seite zwei: Keine “steuerliche Transparenz”

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Coronapandemie: Deutsche sammeln Pfunde

Die Coronakrise schlägt den Deutschen nicht nur auf die Psyche. Eine Auswertung von Risikolebensversicherungsinteressenten durch Check24 zeigt, dass die Bundesbürger in den Wochen des Shutdowns Pfunde gesammelt haben. Besonders gehamstert hat die Gruppe der 31- bis 40-jährigen.

mehr ...

Immobilien

Quadoro kauft zwei Objekte in Finnland für offenen Fonds

Quadoro Investment GmbH, die Kapitalverwaltungsgesellschaft des offenen Publikumsfonds Quadoro Sustainable Real Estate Europe Private (Sustainable Europe), hat zwei Büroimmobilien in Tampere/Finnland für den Fonds erworben.

mehr ...

Investmentfonds

Anlageberater sehen zweite Corona-Welle als größtes Risiko

Mit den anziehenden Aktienkursen hat sich auch die Stimmung im Anlagegeschäft bei Banken und Sparkassen deutlich erholt. Die Mehrzahl der Berater bewertet die aktuelle Absatzlage nach einem starken Einbruch im April nun wieder positiv. Als größtes Risiko für die laufende Erholung nennen mehr als 80 Prozent der Anlageberater eine zweite Infektionswelle. Diese Sorge wird auch von den Emittenten geteilt – auch für sie bleibt Corona vorerst die größte Gefahr.

mehr ...

Berater

Hanse Merkur führt Beratungsnavigator für Makler ein

Medienbruchfreie digitale Unterstützung im Vertriebsalltag: Die Hanse Merkur stellt unabhängigen Vermittlern eine voll digitalisierte Abwicklungs-Lösung von der Angebotserstellung bis zum Antragsversand ohne Medienbrüche zur Verfügung. Die Einführung des Beratungsnavigators ist eine Antwort auf die gestiegenen Anforderungen an die technischen Prozesse im vertrieblichen Alltag von Maklern und Mehrfachagenten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Vier weitere Kitas für Spezialfonds

Nach dem vor sechs Monaten erfolgten Ankauf eines in Sachsen gelegenen Portfolios von Kindertagesstätten hat die Warburg-HIH Invest Real Estate in Nordrhein-Westfalen (NRW) vier Kitaprojektentwicklungen erworben. Zwei weitere Ankäufe sind in konkreter Planung.

mehr ...

Recht

Homeoffice steuerlich absetzen: Das sind die Voraussetzungen

Viele von uns haben in den letzten Wochen und Monaten coronabedingt statt wie gewohnt im Büro in ihrer Wohnung gearbeitet. Für manche ist und wird das Arbeiten von zu Hause sogar der neue Standard. Spätestens mit Abgabe der Steuererklärung 2020 wird sich deshalb für viele die Frage stellen, ob und in welchem Umfang die Kosten für das Homeoffice abziehbar sind. Worauf dabei geachtet werden sollte, erläutert im Folgenden der Immobilienverband IVD.

mehr ...