Anzeige
22. Mai 2017, 11:46
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

PRIIPs: Verordnung zur Verordnung der Verordnung…

Die Detailverordung über Informationsblätter zu “verpackten” Anlageprodukten wurde nun verabschiedet. Doch das ist noch lange nicht der letzte Akt des Schauspiels.

Der Löwer-Kommentar

 in PRIIPs: Verordnung zur Verordnung der Verordnung…

“Ab Ende 2018 geht das ganze Theater wohl wieder von vorne los.”

Die Europäische Union (EU) ist eine tolle Sache. Seit Jahrzehnten trägt sie wesentlich dazu bei, dass in Europa Wohlstand und Frieden sowie Rechtsstaatlichkeit und Freiheit herrschen. Die EU hat den Kontinent zusammenwachsen lassen und gemeinsam sind die Mitgliedstaaten viel besser als alleine in der Lage, den gewaltigen Herausforderungen – etwa in Punkto Globalisierung und Migration – erfolgreich zu begegnen.

Das habe ich im vergangenen September schon einmal geschrieben, und daran hat sich auch nichts geändert. Und doch muss es erneut einem Kommentar vorangestellt werden, damit die Kritik an der unerträglichen EU-Bürokratie nicht in den falschen Hals gerät.

Einmal mehr geht es um die EU-Verordnung zu einheitlichen Basis-Informationsblättern für “verpackte” Versicherungs- und Anlageprodukte für Privatanleger (Packaged Retail and Insurance-based Investment Products, kurz: PRIIPs).

BaFin: „Bestmöglicher politischer Kompromiss“

Nach langem Hickhack zwischen verschiedenen EU-Institutionen und einer Verschiebung um ein Jahr auf Anfang 2018 wurde nun die Detailverordnung dazu verabschiedet und veröffentlicht, berichtet die deutsche Finanzaufsicht in ihrem neuesten “BaFin-Journal”.

Wirkliche Veränderungen gegenüber dem strittigen Entwurf gab es in der Verordnung zur Verordnung nicht und so recht zufrieden scheint die BaFin, die für das Informationsblatt statt des englischen Kürzels “KID” (Key Information Document) nun das deutsche “BiB” verwendet, damit nicht zu sein. “Die nunmehr veröffentlichten Standards stellen den aktuell bestmöglichen politischen Kompromiss dar”, schreibt sie in dem Artikel. Begeisterung klingt anders.

Auf nicht weniger als 52 eng bedruckten Seiten regelt die sogenannte “Level-2-Verordnung”, wie die maximal drei Seiten BiB auszusehen haben. Das reicht von mathematischen Formeln zur Berechnung von Risikoklassen und Performance-Szenarien über die Darstellung der Kosten bis zum Layout inklusive Textbausteinen.

Seite 2: Regulierung nicht abgeschlossen

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

1 Kommentar

  1. Ein Problem bei einer Vereinfachung der Regeln sind sicher die Lobbys. So wird mit Sicherheit eine klare Verbesserung aufgrund dieses Einflusses solange zusammengestrichen bis fast nichts mehr übrigbleibt. Über X-Veränderungen in langen Jahren, mit hohen Bürokratiekosten, entsteht dann ein halbwegs akzeptables Ergebnis. Leidtragende sind die Bürger und die Berater, vor allem Makler, die dafür haften, ein Kungelmungel der üblen Art.

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 14. Juni 2017 @ 08:28

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Jeden vierten Tag ein neues Fintech

Die Fintech-Szene in Deutschland wächst weiter – und sammelt so viel Risikokapital ein wie noch nie. 793 Startups aus dem Finanzbereich gibt es aktuell. Mit 778 Millionen Euro haben sie in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 bereits mehr Venture Capital eingesammelt als im gesamten Jahr 2017 mit 713 Millionen Euro. Und das Tempo der Neugründungen hält weiter an, bestätigt eine Fintech-Studie von Comdirect.

mehr ...

Immobilien

Trendwende oder nur ein Ausreißer? Darlehenshöhe wieder rückläufig

Die Nachfrage nach Baufinanzierungen ist anhaltend hoch. Nach den Ergebnissen des Dr. Klein Trendindikators ist die durchschnittliche Kredithöhe im Monat September leicht gesunken. Die Standardrate für ein Darlehen erreichte den niedrigsten Wert seit März 2017. Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, kommentiert die Ergebnisse.

mehr ...

Investmentfonds

Zweijährige US-Staatsanleihen erreichen Zehnjahres-Hoch

US-Anleihen haben diese Woche ein neues Rendite-Hoch erreicht. Das hat mindestens zwei Ursachen. Damit gibt es für US-Anleger wieder eine sichere Alternative zu den Aktienmärkten, die kein Verzicht auf Renditen bedeutet. Für deutsche Anleger sind US-Anleihen aber keine lohnende Anlage.

mehr ...
18.10.2018

Aufstieg der ETFs

Berater

JDC bietet Webinare zur neuen DIN-Norm in der Finanzberatung

Die neue DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” ersetzt die bisherige DIN SPEC 77222. Die neue Norm nimmt sich, wie ihr SPEC-Vorläufer, die Basisanalyse der Finanzen von Privathaushalten vor. Jung, DMS & Cie. bietet deshalb Webinare für Vertriebspartner an, um auf die neue DIN-Norm zu schulen. 

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R–Insolvenz: Über 4.500 Gläubiger in Münchner Olympiahalle

Für die ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R-Gesellschaften fanden sich in dieser Woche 4.500 Gläubiger in der Münchner Olympiahalle ein. Was geschah dort?

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...