20. März 2017, 10:39
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Verschläft die Sachwert-Branche die Absatzrally?

Daneben können sich Anleger lediglich über vier Auslandfonds an konkreten Objekten beteiligen: Zwei Fonds der Serie „Wohnen Europa“ von Patrizia mit Immobilien in Holland und Dänemark sowie zwei US-Fonds von WealthCap.

Alle Angebote an Fonds mit feststehenden Immobilien stammen somit derzeit von nur zwei Anbietern. Ansonsten ist der Markt der Immobilien-AIF ausverkauft und besteht nur aus Blind Pools oder Semi-Blind-Pools, die sich zudem ebenfalls an zwei Händen abzählen lassen.

Es wird also höchste Zeit, dass nicht nur WealthCap und Hannover Leasing, die nach ihren Mitteilungen beide „mit Hochdruck“ an weiteren Produkten arbeiten, damit vorankommen. Auch andere Anbieter sind hier gefordert, doch nicht wenige angekündigte Emissionen lassen weiterhin auf sich warten und werden ein ums andere Mal verschoben.

Preissteigerung spürbar gestiegen

Mit dem spärlichen Produktangebot verpasst die Branche womöglich auch die Chance, sich zum richtigen Zeitpunkt breit und entsprechend attraktiv zu präsentieren. Denn ein weiterer Faktor könnte bei dem derzeitigen Nachfrageschub eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielen: Die gestiegene Inflationsrate.

So hat die allgemeine Preissteigerung, die lange Zeit nahe Null lag und sogar Diskussionen um eine bevorstehende Deflation provozierte, in den letzten Monaten spürbar zugenommen und lag im Februar bei 2,2 Prozent. Die Null-Zinsen, die bislang für viele sicherlich nur ein Ärgernis waren, werden dadurch zu einer echten Bedrohung für das Vermögen.

Jeder Anleger kann sich leicht ausrechnen, dass bei einer Geldentwertung von 2,2 Prozent jährlich und gleichzeitig null Zinsen schon nach zehn Jahren – der üblichen Mindestlaufzeit geschlossener AIF – rund 20 Prozent des Vermögens real weg sind, wenn er nichts unternimmt.

Seite 3: Platzierungsturbo Inflationsrate

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