15. April 2019, 12:09
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Das lange Leiden der Publikums-AIFs

Ein nicht unbeträchtlicher Teil der freien Finanzdienstleister mit Erlaubnis zur Vermittlung von Sachwertanlagen nutzt diese nicht. Die Begründungen dafür könnten vor allem Anbieter von Publikums-AIFs an den Rand der Verzweiflung treiben. Der Löwer-Kommentar

Loewer-003-Cash-Format in Das lange Leiden der Publikums-AIFs

“Die heutigen Emissionen im VermAnlG haben imagemäßig unter den früheren Fehlentwicklungen in ihrem Segment anscheinend weit weniger zu leiden als die längst nicht mehr dazugehörigen AIFs.”

Der “5. Assetmanagement-Tag/17. Fondsrating-Tag” des Veranstalters Ratingwissen von Jürgen Braatz liegt schon etwas zurück. Doch neben der Diskussion um die Regulierung ist ein weiterer Punkt nachzutragen: Die Ergebnisse des jüngsten „Vermittlerbarometers“ des Vertriebsverbands AfW, die dort von dessen Vorstand Frank Rottenbacher vorgestellt wurden.

Cash.Online hat über das Vermittlerbarometer, an dem sich online-basiert insgesamt 1.340 Finanzdienstleister (davon 60 Prozent nicht dem AfW angehörig) beteiligt haben, bereits berichtet. Ein Aspekt in Punkto Vertrieb von Sachwertanlagen allerdings hat noch eine vertiefende Betrachtung verdient.

Ein Drittel nimmt die Erlaubnis nicht wahr

So war der Sachwerte-Vertrieb bei der Umfrage durchaus breit vertreten. Knapp 40 Prozent der Umfrage-Teilnehmer besitzen die zum Vertrieb von alternativen Investmentfonds (AIFs) erforderliche Erlaubnis (Paragraf 34f Absatz 1 Nummer 2 Gewerbeordnung). Rund 22 Prozent verfügen (auch) über die Erlaubnis zur Vermittlung von Emissionen nach dem Vermögensanlagengesetz (Ziffer 3).

Das entspricht immerhin 523 AIF- und 292 Vermögensanlagen-Vermittlern unter den Teilnehmern der Umfrage. Allerdings: Nur 70 beziehungsweise 67 Prozent davon nehmen die jeweilige Erlaubnis tatsächlich war und vermitteln entsprechende Produkte an Privatanleger.

Fast ein Drittel der Finanzdienstleister verzichtet also trotz Erlaubnis auf Sachwertanlagen. Die Begründungen dafür dürften manche Verfechter der Regulierung an den Rand der Verzweiflung treiben.

Seite 2: VermAnlG-Emissionen weniger vorbelastet

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