Zum 1. Juli 2026 sind die gesetzlichen Renten um 4,24 Prozent gestiegen. Der aktuelle Rentenwert liegt seitdem bei 42,52 Euro. Die Tabelle zeigt die Rentenerhöhungen seit 2024, die Prognose für 2027 und was davon netto auf dem Konto ankommt. (Stand: Oktober 2026)
| Jahr | Rentenanpassung | Aktueller Rentenwert | Besteuerungsanteil (Neurentner) | Netto-Effekt bei 1.500 € Bruttorente* |
|---|---|---|---|---|
| 2024 | +4,57% | 39,32 € | 83% | rd. +61 € |
| 2025 | +3,74% | 40,79 € | 83,5% | rd. +49 € |
| 2026 | +4.24% | 42,52 € | 84% | rd. +56 € |
| 2027 | ca. 4,4% (Prognose) | ca. 44,39 € (Prognose) | 84,5% | rd. +58 € (Prognose) |
*nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung (mit Kindern, durchschnittlicher Zusatzbeitrag), ohne Steuern
Die Rentenanpassung folgt im Wesentlichen der Lohnentwicklung des Vorjahres. Der aktuelle Rentenwert gibt an, wie viel Monatsrente ein Jahr Arbeit mit Durchschnittsverdienst bringt. Das entspricht einem Entgeltpunkt. Wer 45 Entgeltpunkte gesammelt hat, kommt seit Juli 2026 auf rund 1.913 Euro Bruttorente. Netto bleibt von jeder Rentenerhöhung weniger übrig: Rentner zahlen 7,3 Prozent Krankenversicherung plus den halben Zusatzbeitrag der Kasse, außerdem den vollen Pflegebeitrag von 3,6 Prozent (kinderlos 4,2 Prozent). Der Wert für 2027 ist eine Prognose der Deutschen Rentenversicherung. Festgelegt wird die Rentenerhöhung 2027 erst im Frühjahr 2027.
Der Besteuerungsanteil gilt nur für den jeweiligen Rentnerjahrgang. Wer schon länger Rente bezieht, behält seinen steuerfreien Betrag in Euro. Spätere Rentenerhöhungen sind für ihn deshalb voll steuerpflichtig.
Quellen: Deutsche Rentenversicherung; Rentenversicherungsbericht 2025 der Bundesregierung; § 68 SGB VI (Rentenwert); § 22 Nr. 1 EStG (Besteuerungsanteil)
Rechenbeispiel
Wie viel mehr Rente es gibt, hängt direkt von der bisherigen Bruttorente ab. Bei 1.000 Euro brachte die Rentenerhöhung im Juli 2026 ein Plus von 42,40 Euro brutto. Nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung bleiben davon rund 37 Euro netto. Bei 1.500 Euro Bruttorente betrug der Rentenanpassungsbetrag 63,60 Euro, netto rund 56 Euro. Wenn sich die Prognose für 2027 bestätigt, steigt eine Rente von 1.500 Euro um weitere rund 66 Euro brutto auf etwa 1.630 Euro. Den genauen Betrag nennt die Rentenanpassungsmitteilung, die der Renten Service der Deutschen Post jedes Jahr zur Rentenerhöhung verschickt.
Auszahlungstermine und Rentenerhöhung-Prognose bis 2030
Wann die erhöhte Rente auf dem Konto ankommt, hängt vom Rentenbeginn ab. Renten, die vor April 2004 begonnen haben, werden im Voraus am letzten Bankarbeitstag des Vormonats gezahlt. Die erhöhte Juli-Rente 2026 kam deshalb schon am 30. Juni 2026. Bei späterem Rentenbeginn wird am Monatsende gezahlt, die erste erhöhte Rente kam also am 31. Juli 2026. Für die Rentenerhöhung 2027 ergeben sich nach diesen Regeln voraussichtlich der 30. Juni 2027 und der 30. Juli 2027.
Für 2027 erwartet die Deutsche Rentenversicherung nach ihrer Frühjahrsschätzung ein Plus von rund 4,4 Prozent, für 2028 von rund 2,3 Prozent. Eine amtliche Prognose für jedes einzelne Jahr bis 2030 gibt es nicht. Der Rentenversicherungsbericht 2025 geht in seinen Modellrechnungen davon aus, dass die Renten bis 2039 im Schnitt um etwa 2,8 Prozent pro Jahr steigen. Das Rentenniveau liegt dabei bis 2031 bei 48 Prozent. Diese Werte sind Modellrechnungen und keine festen Zusagen. Die tatsächliche Rentenerhöhung hängt jedes Jahr von der Lohnentwicklung ab.



Ob auf eine höhere Rente Steuern fällig werden, entscheidet die gesamte Jahresrente, nicht die Rentenerhöhung allein. Sie wird mit dem Grundfreibetrag verglichen, der 2026 bei 12.348 Euro für Alleinstehende und 24.696 Euro für Verheiratete liegt. Wie viel Rente steuerfrei bleibt, hängt außerdem vom Jahr des Rentenbeginns und von weiteren Einkünften ab. Nicht jeder hat netto etwas von der Rentenerhöhung: Wer Grundsicherung im Alter bezieht, bekommt die höhere Rente auf die Sozialleistung angerechnet. Bei Hinterbliebenenrenten kann eigenes Einkommen einen Teil des Plus wieder aufzehren.