10. Oktober 2019, 13:34
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Willkommen im Club

Sechs Jahre schon ist es her, dass der Markt der geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIFs) Mitte 2013 durch das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) reguliert wurde. Seitdem benötigen zum einen die Anbieter eine Zulassung der Finanzaufsicht BaFin als Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG).

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Stefan Löwer, Cash.-Ressort Sachwertanlagen

Um diese zu er- und zu behalten müssen sie unter anderem bestimmte Mindest-Voraussetzungen erfüllen, die fachliche Eignung ihrer Geschäftsleiter gegenüber der Behörde nachweisen und unzählige Vorschriften etwa zum Liquiditäts- und Risikomanagement beachten. Zum anderen gelten seitdem auch für die Fonds strenge gesetzliche Regeln. So sind zum Beispiel nur noch bestimmte Rechtsformen der Fonds erlaubt, verbindliche Anlagebedingungen, die nur mit mehrheitlicher Zustimmung der Anleger sowie der BaFin geändert werden dürfen, definieren die geplante Mittelverwendung, und eine externe Verwahrstelle wacht darüber.

Diese hohen regulatorischen Anforderungen haben – neben anderen Gründen – nicht nur zu einer drastischen Reduzierung der Anzahl der Anbieter und der aufgelegten Fonds geführt. Sie haben auch hohe Markteintrittsbarrieren für neue Akteure geschaffen. So kommt es weiterhin höchst selten vor, dass ein Unternehmen neu im Markt der Publikums-AIFs antritt. Umso erfreulicher ist, dass nun mit der United Investment Partners Group, kurz UIP Group, ein neuer Player diesen Schritt wagt. Die von Steffen Hipp als geschäftsführendem Gesellschafter gegründete Gruppe hat den Fonds United Investment Partners Projektentwicklungen Deutschland zwar nicht selbst aufgelegt, sondern nimmt hierfür die Dienste einer externen KVG in Anspruch. Die Adrealis Service KVG übernimmt die formale Verantwortung für den Fonds. Aber Unternehmen der UIP Group schlagen als Berater/Dienstleiter geeignete Projekte vor, begleiten deren Realisierung und sind auch mit dem Vertrieb der Fondsanteile beauftragt. Der Fonds plant – mittelbar über mindestens drei Zielgesellschaften – Investitionen in deutsche Immobilien mit dem Schwerpunkt auf Mikro- beziehungsweise Studentenapartments. Geplant ist vor allem die Umwidmung, der Umbau oder die Revitalisierung von Bestandsobjekten. Was von dem Fonds im Detail zu halten ist, wird von G.U.B. Analyse Finanzresearch separat untersucht. Unabhängig davon ist allen Beteiligten viel Erfolg zu wünschen. Willkommen im Club. Für die Branche ist ein neuer Player stets eine Bereicherung.

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