24. November 2005, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Allianz-Vorstände angezeigt

Die Bremer Rechtsanwaltskanzlei KTAG Kälberer, Tittel, Ahrens, Gieschen hat Strafanzeige gegen den Vorstand der Allianz Lebensversicherungs-AG, Stuttgart, Dr.Gerhard Rupprecht, den Finanzvorstand Maximilian Zimmerer und ?weitere Verantwortliche? gestellt.
Das ließ die Kanzlei heute über eine Pressemitteilung erklären.

Im Raum steht der Verdacht auf Untreue und Unterschlagung bei kapitalbildenden Lebensversicherungen mit Überschuss-beteiligung zu Lasten der Versicherungsnehmer durch eine bewusste und vorsätzliche Manipulation der Geschäftsergebnisse.
“Ganz bewusst und damit vorsätzlich manipulieren die Verantwortlichen erwirtschaftete Überschüsse so, dass die an die Versicherungsnehmer zu zahlenden Überschuss-beteiligungen geringer als notwendig ausfallen, die Beteiligung der Aktionäre jedoch großzügiger. Durch diesen Vorsatz verletzt die Allianz Lebens-versicherungs- AG ihre Pflicht zur Betreuung fremder Vermögensinteressen”, erklärt der Bremer Anwalt Jens-Peter Gieschen.
Zur Begründung seiner Rechtsauffassung zieht der Anwalt zwei aktuelle Urteile des Bundesverfassungsgerichts vom 25. Juli 2005 heran (Az. 1 BvR 80/95 und Az. 1 BvR 782/94). Aus den Urteilen ergebe sich eindeutig, dass es sich bei den Ansprüchen auf Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer um mehr als eine bloße Chance handelt. Es handele sich vielmehr um “vertrags- und aufsichtsrechtlich abgesicherte Positionen”. Das Bundes-verfassungsgericht spreche daher von “werdendem Eigentum” der Versicherten.
Laut der so genannten “90/10-Regelung” ist vorgesehen, dass 90 Prozent des Überschusses den Versicherungsnehmern zustehen, den Aktionären höchstens 10 Prozent.

Gegenüber cash.-online bestätigte ein Unternehmens-sprecher, dass die Anzeigen erstattet wurden, wies die Vorwürfe jedoch zurück.

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Einnahmen der Rentenversicherung trotz Corona gestiegen

Die Deutsche Rentenversicherung kommt nach eigenen Angaben finanziell bisher gut durch die Corona-Krise. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres seien die Beitragseinnahmen weiter leicht gestiegen, teilte ein Sprecher mit.

mehr ...

Immobilien

CDU-Generalsekretär dringt auf Verlängerung des Baukindergelds

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich für eine weitere Verlängerung des Baukindergeldes um neun Monate bis Ende 2021 ausgesprochen.

mehr ...

Investmentfonds

Kretschmann bezweifelt schnellen Siegeszug des E-Autos

Vielen geht die Wende hin zur Elektromobilität aus Klima-Gründen längst nicht schnell genug. Der Grünen-Politiker Kretschmann hat dagegen keine Eile. Ganz im Gegenteil

mehr ...

Berater

Adcada GmbH stellt Insolvenzantrag

Die Adcada GmbH aus Bentwisch (bei Rostock) hat Insolvenz angemeldet. Vorausgegangen waren unter anderem Auseinandersetzungen mit der Finanzaufsicht BaFin, die nun von Adcada für die Insolvenz mitverantwortlich gemacht wird. Das Unternehmen war auch in die Schlagzeilen geraten, weil es Anlegergeld zur Produktion von Corona-Schutzmasken einsammeln wollte.

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...