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15. Juni 2006, 00:00
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Kommission gegen Rente mit 67

Eine eigens von der alten Bundesregierung eingesetzte Sachverständigenkommission warnt nach Information der Bild-Zeitung vor dem Anheben des abschlagfreien Renteneintrittsalters von bislang 65 auf dann 67. Ihre Begründung: Das Heraufsetzen des Eintrittsalters ist wirkungslos, weil bereits heute nur eine Minderheit bis 65 Jahre arbeite, was zum einen auf die hohe Arbeitslosigkeit, zum anderen auf die gesundheitlichen Belastungen bestimmter Tätigkeiten zurückzuführen sei.

Darüber hinaus verliere die gesetzliche Rente an Legitimation, wenn trotz langer Einzahlungsdauer der Versicherten die Auszahlungen nur knapp oberhalb von Sozialleistungen lägen. Wenn die bislang beschlossenen Reformgesetze heute bereits in vollem Umfang gültig wären, käme ein Versicherter nach Berechnung der Sachverständigen auf ungefähr 75 Prozent seiner aktuellen Rentebezüge.?Die bloße Anhebung der Altersgrenzen und das damit verbundene Hoffen auf den Selbstlauf der Dinge muss als rein rententechnische Lösung wirkungslos bleiben?, lautet das Fazit der Experten.

Besonders pikant: Der fünfhundertseitige fünfte Altenbericht der Kommission liegt dem Bundesfamilienministerium bereits seit August 2005 vor, wird aber bis dato unter Verschluss gehalten.

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