Assekuranz gibt Gas bei neuen Produkten

Die Versicherungsunternehmen in Deutschland wollen sich stärker darauf konzentrieren, mit Hilfe von Produktnovitäten neue Marktanteile zu erobern.
Dies ergab eine Befragung von insgesamt 146 Fach- und Führungskräften in der Assekuranz, die das Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting, beide Hamburg, durchgeführt hat.

Danach erklärten 62 Prozent der Befragten die Akquisition von Neukunden zur wichtigsten Herausforderung der kommenden zwölf Monate. Dies entspricht einem Anstieg von mehr als zehn Prozent gegenüber der Umfrage im November 2006. Insbesondere von der Entwicklung neuer Produkte versprechen sich die Unternehmen wichtige Anreize für den Wettbewerb. Allerdings bedeutet dies, dass in den nächsten Monaten mit hohen Kosten für die Erweiterung des Produktangebots zu rechnen ist.

Insbesondere im Bereich Vorsorge werden neue Angebote entwickelt. Gut 65 Prozent der Versicherer setzen dabei auf neue fondsgebundene Produkte. Der Grund: Die Banken haben sich verstärkt auf diesen Bereich fokussiert und sind somit in direkte Konkurrenz zu den Versicherern getreten. 60,8 Prozent der Assekuranzen möchten sich nun dem Wettbewerbsdruck anpassen, indem sie spezielle Offerten für die Generation 50 Plus lancieren. 41,3 Prozent wollen zunehmend Rentenprodukte mit flexiblem Auszahlungszeitpunkt und 30,4 Prozent mit garantiertem Rentenfaktor anbieten.

Bei der Produkteinführung will der Vertrieb Gas geben: Nahezu 40 Prozent der Befragten streben an, die Entwicklung bis zur Produktionsaufnahme in weniger als 80 Tagen realisieren. Mehr als ein Viertel der Vertriebsexperten plant sogar, innerhalb von 50 Tagen nach Beginn der Gestaltung mit den neuen Angeboten in den Markt einzutreten. (aks)

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