Anzeige
18. Januar 2007, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Assekurata: Gewinnbeteiligung stabil

Die Kölner Rating-Agentur Assekurata hat zum fünften Mal ihre Erhebung zur Gewinnbeteiligung der deutschen Lebensversicherer vorgestellt. Ergebnis: Die Assekuranzen halten ihre Deklarationen im Neugeschäft weitgehend stabil. 70 Prozent der Unternehmen haben ihre Überschuss-beteiligungen um jene 0,5 Prozentpunkte angehoben, um die der Rechnungszins Anfang 2007 gesenkt worden war. Von den übrigen 30 Prozent haben zwei Drittel die Gewinnbeteiligungen erhöht und ein Drittel abgesenkt.

Im Schnitt schreiben die deutschen Gesellschaften ihren Kunden 4,2 Prozent gut. ?Die Absenkung des Garantiezinses von 2,75 auf nunmehr 2,25 Prozent zum Jahresbeginn 2007 hat praktische keine Auswirkungen auf die laufende Gesamtverzinsung?, sagt Dr. Reiner Will, Geschäftsführer von Assekurata bei der Vorstellung der Studienergebnisse.

Bemerkenswert ist dass aufgrund unterschiedlicher Kosten und zusätzlicher Gewinnbeteiligungskomponenten die Deklaration der laufenden Gesamtverzinsung kein geeigneter Anhaltspunkt für einen Vergleich aus Kundensicht ist. Die Folge ist, dass eine einheitliche Deklarationen über alle Produkte und Tarifgenerationen zunehmend zur Ausnahme wird. ?Deklaration ist nicht gleich Deklaration?, betont Will. Ein Vergleich der alljährlich zum Jahresende vorgestellten Gewinnbeteiligungssätze führe nicht zu transparenten Ergebnissen, die sich Kunden, Interessenten und Vermittler für ihre Entscheidung wünschten.

Konsequenzen erwartet die Kölner Rating-Agentur durch die Einführung des Versicherungsvertrags-Gesetzes Anfang kommenden Jahres. Demnach glauben 84 Prozent der Lebensversicherer an den Rückgang der Gesamtverzinsung. Lediglich 16 Prozent gehen davon aus, dass die VVG-Reform ohne Auswirkungen auf die Gesamtverzinsung bleiben werde. Aufgrund der verschärften Rückkaufswertregelungen sowie der strengeren Vorgaben zur Beteiligung an den stillen Reserven vermutet Assekurata, dass die Branche in Zukunft verstärkt auf Schlussüberschuss-Beteiligungen setzen wird.

Deutliche Folgen wird die Novelle auf die Produktentwicklung haben: Acht von zehn Versicherungsunternehmen glauben, dass sich die Produktpolitik ändern wird. ?Herkömmliche Lebensversicherungsprodukte mit Garantien und zeitnaher Gewinnbeteiligung drohen an Bedeutung zu verlieren?, resümiert Will.

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

BPK 2017: HanseMerkur legt deutlich zu

Die HanseMerkur Versicherungsgruppe hat auf ihrer diesjährigen Bilanzpressekonferenz die Unternehmenszahlen präsentiert. Vorstandsvorsitzender Eberhard Sautter zeigt sich angesichts eines schwierigen Jahres 2017 hochzufrieden mit den Ergebnissen.

mehr ...

Immobilien

Stärkster Preisanstieg bei Wohnimmobilien seit Mitte 2017

Die unstete Preisentwicklung der letzten Monate bei Wohnimmobilien setzte sich auch im März fort: Ausgerechnet die Preise für Neubauhäuser, die in den letzten zwölf Monaten immer angestiegen waren, gingen im März 2018 im Vergleich zum Vormonat um 0,22 Prozent zurück. Derweil stiegen die Preise für Bestandshäuser und Eigentumswohnungen mit jeweils über einem Prozent vergleichsweise deutlich.

mehr ...

Investmentfonds

Ökoworld fordert Ablösung der VW-Führungsspitze

Auch nach der Ablösung von Matthias Müller als VW-Chef erneuert die Ökoworld AG den bereits Anfang Februar geforderten Rücktritt der gesamten VW-Chef-Etage. Denken und Empfinden der Vorstände und Aufsichtsräte der VW AG seien für die Menschen weltweit im 21. Jahrhundert nicht mehr tragbar.

mehr ...

Berater

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...

Sachwertanlagen

HSH-Abwicklungsbank sieht Schifffahrtskrise durchschritten

Die Abwicklungsgesellschaft der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein für faule Schiffskredite der HSH Nordbank hat im Jahr 2017 einen Verlust von 44,4 Millionen Euro gemacht und damit das Minus deutlich reduziert.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...