Axa: Trotz Fusion mehr Gewinn erwartet

Die Axa Konzern AG, Köln, hat ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2006 bekannt gegeben. Danach nahm das Beitrags-volumen um 2,1 Prozent auf 6,46 Milliarden Euro zu. Das Konzernergebnis stieg von 356 auf 435 Millionen Euro.

Entgegen dem negativen Markttrend verzeichnete das Unternehmen in der Sparte Kraftfahrt- und Industrieversicherungen eine Steigerung der Beitrageinnahmen in Höhe von 1,1 Prozent. So konnte die Axa 2006 im Kraftfahrtversicherungsgeschäft insgesamt 157.000 Neuverträge netto hinzugewinnen.

Im Vorsorgebereich betrugen die Beiträge über alle Produktlinien 2,75 Milliarden Euro. Davon entfielen 2,6 Milliarden Euro auf die deutschen Lebensversicherer einschließlich der Pensionskassen. Nach Unternehmens-angaben habe die Einführung der fondsgebundenen Rentenversicherung TwinStar maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Bis heute wurden rund 40.000 Policen mit einer Bewertungssumme von 1,5 Milliarden Euro verkauft. Damit hat das Produkt bei Axa einen Marktanteil von 8,3 Prozent am Absatz fondsgebundener Policen. Auch in der konventionellen fondsgebundenen Rentenversicherung stiegen die Beitrags-einnahmen um 33,2 Prozent auf 229 Millionen Euro.

Die Beitragseinnahmen im Krankenversicherungsgeschäft nahmen um 2,9 Prozent auf 925 Millionen Euro und der Bestand um rund 11.000 Versicherte zu. Das Neugeschäft lag mit 74 Millionen Euro um 37,4 Prozent über dem Vorjahresvolumen. Dieser Anstieg beruhe vor allem auf der Einführung des Tarifs El Bonus. Mit 435 Millionen Euro lag das Konzernergebnis um 22 Prozent über dem von 2005. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, ist die gute Entwicklung zum einen auf dem gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Kapitalanlageergebnis, das sich um drei Prozent auf 1,9 Milliarden Euro erhöhte, zurückzuführen. Gleichzeitig verbesserte sich das operative Ergebnis von 227 Millionen auf 325 Millionen Euro. In 2007 soll es um mindestens 50 Millionen Euro über dem Wert des Jahres 2006 liegen und auch 2008 auf hohem Niveau bleiben. Zudem will die Gesellschaft rund 130 neue Vermittler gewinnen.

Die hohen Erwartungen berücksichtigen allerdings noch nicht mögliche Effekte der Übernahme des Wiesbadener Versicherungs-konzerns DBV-Winthertur, den der Axa-Mutterkonzern im Juni 2006 von der Schweizer Credit Suisse gekauft hatte. Axa-Deutschland Vorstand Dr. Frank Keuper hatte im April angekündigt, dass im Zuge der Fusion rund 1.200 Vollzeitstellen gestrichen werden sollen. Keuper teilte auch mit, dass der Standort Wiesbaden dennoch erhalten bleiben solle.

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