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17. Dezember 2007, 00:00
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Mehr Geld für Manager in Assekuranz

Versicherungs-Manager haben 2007 3,5 Prozent mehr im Portemonnaie im Vergleich zum Vorjahr.
Mit durchschnittlich 126.000 Euro werden leitende Angestellte der ersten Ebene ? also unterhalb der Geschäftsführung beziehungsweise des Vorstands – jährlich vergütet, 87.000 Euro sind es bei Führungskräften der zweiten Ebene. Dies fand die Unternehmensberatung Kienbaum, Gummersbach, heraus.

Die Gehaltsspannen auf der Führungsebene sind laut Kienbaum-Vergütungsexperten Dr. Karl-Friedrich Raible außerordentlich groß. So reichen die Einkommen von weniger als 60.000 Euro bis weit mehr als 250.000 pro Jahr. Ein knappes Drittel aller Führungskräfte verdient bis zu 85.000 Euro, ein weiteres Drittel zwischen 85.000 und 115.000 Euro, das restliche Drittel verdient mehr.

Variable Vergütungsbestandteile gehören zum Standard in der Versicherungsbranche: 95 Prozent der leitenden Angestellten der ersten Ebene unterhalb des Vorstands und 88 Prozent der zweiten Ebene kommen in den Genuss dieser Bonuszahlungen. 26.000 Euro beträgt die durchschnittliche variable Vergütung von Führungskräften der ersten Ebene, das entspricht einem Anteil von 18 Prozent der Gesamtbezüge. Mitarbeiter der zweiten Schicht erhalten im Durchschnitt 16.000 Euro zusätzlich, was 14 Prozent der Gesamtbezüge ausmacht. ?In den letzten Jahren hat sich sowohl die Verbreitung der variablen Vergütung als auch deren Anteil an der Gesamtvergütung für leitende Angestellte in Versicherungen stetig erhöht. Während die Höhe der Grundgehaltssteigerungen seit einigen Jahren auf relativ konstantem Niveau liegt, sind die eigentlichen Entwicklungen in der Gesamtvergütung primär auf Erhöhungen der variablen Vergütung zurückzuführen?, erläutert Raible.

Hinsichtlich der Ausbildung ist in der Branche ein deutlicher Trend zur Höherqualifizierung erkennbar. So stieg der der Anteil der Hochschulabsolventen in den vergangenen zehn bis 15 Jahren gestiegen. Etwas mehr als die Hälfte der Führungskräfte hat einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss, wovon wiederum sechs Prozent promoviert haben. Je höher die Position, desto eher hat der Inhaber einen Hochschulabschluss: 71 Prozent der Mitarbeiter der ersten Ebene und 45 Prozent der zweiten Ebene können diese Qualifikation vorweisen. Es gilt die generelle Regel: Je höher der Bildungsabschluss, desto höher das Gehalt, so Raible weiter.

Die Art der ausgeübten Funktion spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle für die Gehaltshöhe. Die Gruppe der Spitzenverdiener setzt sich vorwiegend aus versicherungsspezifischen Funktionen zusammen: Top-Verdiener ist der Leiter Underwriting ? Leben/ Renten mit 180.000 Euro, gefolgt vom Leiter Schaden Leistung/ Rück mit 165.000 Euro und dem Leiter des fakultativen Underwriting, der durchschnittlich 155.000 Euro erhält. Im Vergleich dazu liegen die Gehälter der Spitzenverdiener in den Bereichen Vertrieb und Verwaltung deutlich niedriger: Ein Personalleiter verdient durchschnittlich 142.000 Euro und bei einem Leiter des Geschäftsbereichs Firmenkunden/ Industrie stehen im Durchschnitt 135.000 Euro auf dem Gehaltszettel.

Wer in der Versicherungsbranche überdurchschnittlich verdienen möchte, sollte auf die Größe des Unternehmens achten, denn es gilt: Je größer die Gesellschaft ? gemessen an Beschäftigungszahl und Prämieneinnahmen ?, desto höher fällt die Vergütung aus. In Firmen mit bis zu 250 Mitarbeitern verdienen Führungskräfte der ersten Ebene beispielsweise durchschnittlich 112.000 Euro pro Jahr, während in Unternehmen mit mehr als 2000 Angestellten diese Position mit 155.000 Euro jährlich vergütet wird. (aks)

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